Angst um Sicherheit ihrer Kinder

Gefährlicher Verkehr vor der Oselschule in Pasing: Elternbeirat fordert Durchfahrtsverbot

Weil es durch Lastwagen auf der Oselstraße eng wird, fordern die Elternbeiräte der Grundschule und des Kindergartens sowie Rektorin Nicole Söldenwagner ein Durchfahrtsverbot.
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Weil es durch Lastwagen auf der Oselstraße eng wird, fordern die Elternbeiräte der Grundschule und des Kindergartens sowie Rektorin Nicole Söldenwagner ein Durchfahrtsverbot.

Die Eltern einer Münchner Grundschule und Kita sind um ihre Kinder besorgt. Es komme auf der Oselstraße immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen. Wie es die Stadt sieht.

Pasing - Die Elternbeiräte der Oselschule und des benachbarten Hauses für Kinder warnen vor katastrophalen Zuständen in den kommenden Jahren.

Sie fürchten, dass bald ein Kind angefahren wird, denn die Situation auf der Oselstraße sei schon jetzt unzumutbar. „Der Verkehr wird aber noch extrem zunehmen, wenn mehr Leute in den Neubaugebieten an der Paul-Gerhardt-Allee und der Lipperheidestraße wohnen“, sagt Steve Gebhardt, Vorsitzender des Elternbeirats der Grundschule.

Schon jetzt haben viele Eltern Bauchschmerzen, wenn ihre Kinder zur Schule oder zum Kindergarten an der Oselstraße gehen. „Dort ist eine gefährliche Kombination aus Lastwagen, Schleich- und Bringverkehr unterwegs“, sagt Gebhardts Stellvertreter Michael Unger.

„Die Lastwagen werden dort durchgeleitet, wo unsere Kinder zur Schule gehen“, kritisiert Stefan Million, Elternbeirat des Hauses für Kinder. Vor allem viele Baufahrzeuge in Richtung des Neubaugebiets an der Paul-Gerhardt-Allee seien derzeit dort unterwegs. Doch die Straßen seien dafür nicht ausgelegt.

Eine ähnliche Situation gab es schon einmal an der Aubinger Grundschule: Gehweg an der Ubostraße ist blockiert

Ein Lastwagen versperrt die Oselstraße.

Besonders brenzlig werde es an einem Zebrastreifen unmittelbar nach der Einmündung der Orthstraße, den viele Kinder auf dem Weg in die Kita nutzen. Die Lastwagen biegen dort ab. „Kinder, die den Zebrastreifen überqueren, befinden sich im toten Winkel der Lastwagen“, sagt Million.

Ein weiteres Ärgernis ist für Million, dass viele Pendler die Oselstraße als Nord-Süd-Verbindung nutzen, wenn sich der Verkehr auf der Pippinger oder der Meyerbeerstraße staut. Darüber klagt auch der Elternbeirat der Oselschule.

Hinzu kämen morgens Eltern und Schulbusse, die die Kinder vor dem Schuleingang ablieferten. „Es ist unübersichtlich und chaotisch. Die Autos rangieren oder fahren rückwärts“, sagt Gebhardt.

Elternbeirat fordert Durchfahrtsverbot

Eine weitere Gefahr ist, dass der Bürgersteig an der Oselstraße relativ schmal ist und Fahrradwege fehlen. Insgesamt 450 Kinder sind dort jeden Tag zu Fuß oder mit Radeln und Rollern unterwegs. „Es herrscht ein großes Gedränge. Das kann auf Dauer nicht gutgehen“, sagt Grundschulrektorin Nicole Söldenwagner.

Die Eltern fordern beim BA, die Lastwagen aus der Oselstraße auszusperren. Außerdem wünschen sie sich bauliche Maßnahmen, um den Verkehr auszubremsen. Die Stadt könnte die Straße verengen oder einen verkehrsberuhigten Bereich ausweisen.

Das Mobilitätsreferat sieht keinen Handlungsbedarf. Die Straße sei relativ schmal, aber: „Bei einer Überprüfung konnte weder zu viel Lastwagen- noch erhöhter allgemeiner Schleichverkehr festgestellt werden, der sich negativ auf die Schulwegsicherheit der Schüler auswirkt“, teilt Sprecherin Christina Warta mit. Das Unfallgeschehen sei unauffällig.

Pasing/Obermenzing: Anwohner kämpfen gegen Lastwagen

A. Schwarzbauer

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