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Weil zu wenig Kinder in Münchner Neubaugebiet ziehen: Grundschule eröffnet erst 2023?

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Von: Ursula Löschau

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Im Moment ist noch offen, wann die neue Grundschule an der Hermine-von-Parish-Straße den Betrieb aufnehmen wird.
Im Moment ist noch offen, wann die neue Grundschule an der Hermine-von-Parish-Straße den Betrieb aufnehmen wird. © andy

Im Neubaugebiet an der Hermine-von-Parish-Straße in Pasing steht eine nagelneue Grundschule. Weil dort zu wenige Kinder wohnen, soll die Schule eventuell bis 2023 leerstehen. Das sorgt für Protest.

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Hallo München ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. © Hallo München

Pasing-Obermenzing - Kaum eine Schule im Münchner Westen leidet nicht unter chronischem Platzmangel. Und dann das: An der Hermine-von-Parish-Straße steht eine sechszügige Grundschule kurz vor der Fertigstellung.

Eröffnet wird sie womöglich aber erst 2023, weil im dortigen Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee bis zum Beginn des kommenden Schuljahres weniger Grundschulkinder leben werden als zunächst erwartet.

Das geht aus einer Antwort der Stadt und des Staatlichen Schulamts auf einen Antrag von SPD-Fraktionschef Christian Müller im Stadtrat hervor. Der nimmt das aber nicht einfach so hin: „Sollte die Schule im kommenden Jahr nicht in Betrieb genommen werden, halte ich das schlichtweg für skandalös“, protestiert Müller.

Der Hintergrund: Ursprünglich sollte die Grundschule schon in diesem Schuljahr 2021/22 an den Start gehen. Man rechnete laut Schulamt mit 59 Kindern. Der Bau der Wohnungen in dem Neubaugebiet habe sich jedoch langsamer entwickelt als erwartet.

SPD-Fraktionschef: Christian Müller.
SPD-Fraktionschef: Christian Müller. © Schlaf

„Die wenigen Kinder, die jetzt schon dort beheimatet sind, sind derzeit noch dem Schulsprengel der Grundschule an der Oselschule zugeordnet“, teilt die staatliche Behörde mit. Zum Schuljahr 2022/23 werden für den sogenannten Arbeitssprengel der neuen Schule 83 Kinder prognostiziert.

Das Staatliche Schulamt kommt daher aktuell zu der Einschätzung: „Ein Start der Grundschule wäre angesichts dieser Entwicklung unter Umständen schon zum übernächsten Schuljahr möglich, denn die ungefähre Anzahl von 180 Schülern für die Genehmigung einer neuen Schule ist ein Richtwert, der aus besonderen Gründen auch unterschritten werden kann.“

Auch das Referat für Bildung und Sport der Stadt München kann noch kein Eröffnungsdatum für die Grundschule nennen. Die Entscheidung liege bei der Regierung von Oberbayern, so Sprecher Andreas Haas. „Vor der Schuleinschreibung im März kann jedoch keine gesicherte Aussage getroffen werden.“

Kein Bedarf bei der Oselschule und Grandlschule

Schulische Zwischennutzungen sind derzeit wohl auch nicht absehbar. Der BA Pasing-Obermenzing hat vorgeschlagen, an der Hermine-von-Parish-Straße eine Außenstelle der Oselschule einzurichten. Auch mit der Rektorin der Grandlschule sei über diese Ausweichmöglichkeit gesprochen worden.

Beide Schulleitungen hätten nach Auskunft von Viertel-Chef Frieder Vogelsgesang (CSU) aktuell jedoch keinen Bedarf geäußert. Der nächste Schritt wird nun die Aufteilung der neuen Schulsprengel für die Grundschulen im Stadtbezirk sein.

Der BA-Vorsitzende weiß von einer Videokonferenz dazu Anfang Dezember und prophezeit: „Ich bin mir sicher, dass es mit Beginn des Schuljahres 2022 noch reichlich Diskussionen unter der Elternschaft geben wird, wenn ihre Kinder mit Beginn des dann neuen Schuljahres plötzlich eine andere Schule besuchen sollen.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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