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Gegen Personalmangel in den Kitas ‒ In München entstehen mehr Plätze für die Kinderpflege-Ausbildung

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Von: Jonas Hönle

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Eine Kita
In den Kitas in München fehlen Kinderpfleger. (Symbolbild) © Daniel Naupold/dpa

Mit mehr Plätzen bei der Kinderpflege-Ausbildung im Assistenzkraftprogram der Berufsschule will die Stadt München dem Personalmangel in Kitas entgegenwirken.

Die Stadt München will dem Personalmangel in der Kinderpflege entgegenwirken und mehr Plätze für die Ausbildung schaffen.

Wie der Bildungsausschuss des Stadtrats beschlossen hat, soll das Assistenzkraftprogramm an der Städtischen Berufsfachschule ab dem Schuljahr 2022/23 um eine weitere Eingangsklasse mit 30 Schüler erhöht werden.

In den folgenden Jahren sollen dann sowohl die Eingangs- als auch die Aufstiegsklasse der zweijährigen Ausbildung dauerhaft nachbesetzt werden. Dadurch könnten insgesamt 60 neue Ausbildungsplätze entstehen.

Auch die dafür nötigen Kapazitäten im Lehrdienst sollen erhöht werden.

Hallo München
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Immer mehr Kitas sind von Schließungen bedroht, denn es fehlen immer mehr Fachkräfte. Wie die Situation in München und bei einzelnen Trägern ist.

Personalmangel in Kitas ‒ In München schafft mehr Plätze für die Kinderpflege-Ausbildung

Im Assistenzkraftprogramm werden die Teilnehmer in einer bezahlten zweijährigen Teilzeitausbildung gezielt auf die Prüfung zum staatlich geprüften Kinderpfleger und den anschließenden direkten Einstieg in die pädagogische Arbeit vorbereitet.

Während der Ausbildung arbeiten die „Schüler“ halbtags in einer der Kitas der Landeshauptstadt München und besuchen nachmittags die Städtische Berufsfachschule für Kinderpflege.

Das Programm sei ein wichtiger Beitrag gegen den Personalmangel und habe sich in München bereits gut etabliert. Etwas fünf Prozent der jährlichen Einstellungen von Ergänzungskräften seien Übernahmen aus dem Assistenzkraftprogramm.

Kinderpfleger gesucht - Personalmangel in Kitas nicht nur in München

Wie in ganz Deutschland fehlen auch in München auf absehbare Zeit pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte in der Kinder- und Jugendhilfe.

Der wachsende Bedarf an Kinderpflegern und Erziehern ergebe sich vor allem aus dem Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kita und aus dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ab 2026.

Allein für den Rechtsanspruch Ganztagsbetreuung im Grundschulalter würden in der Landeshauptstadt München zusätzlich 1.400 Fach- und Ergänzungskräfte benötigt.

Eine der größten Herausforderungen für die Landeshauptstadt München und das Referat für Bildung und Sport liegt in dem Erhalt und der Gewinnung von gut qualifizierten Fach- und Ergänzungskräften für die Kindertagesbetreuung. Mit dieser zusätzlichen Maßnahme für eine vorausschauende Personalentwicklung wollen wir für die Kinder stabile und qualitätsvolle Rahmenbedingungen gewährleisten. 

Stadtschulrat Florian Kraus

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