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Philharmoniker in München auf Dirigenten-Suche: OB Reiter über Gergijew-Nachfolge ‒ „Sympathie für eine Frau“

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Von: Jonas Hönle

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Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei den Münchner Philharmonikern.
Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hätte Sympathie für eine Frau als Chef-Dirigent bei den Münchner Philharmonikern. © Peter Kneffel/dpa

Nach dem Aus für Dirigent und „Putin-Freund“ Gergijew beschäftigt die Münchner Philharmoniker die Nachfolge-Suche. Aber braucht es einen festen Chef?

München ‒ Die Münchner Philharmoniker sind auf der Suche nach einem neuen Dirigenten und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sähe sie wohl gerne unter weiblicher Führung.

„Ich hätte hohe Sympathie auch mal für eine Frau“, sagte Reiter der dpa in München über das Amt des Chef-Dirigenten, das seit der Entlassung des russischen Star-Dirigenten Valery Gergijew unbesetzt ist.

Seitdem holt das renommierte Orchester immer wieder andere Musiker und Musikerinnen ans Pult wie Kent Nagano, Maxim Emelyanychev, Susanna Mälkki.

Philharmoniker in München auf Suche nach neuem Dirigent - OB Reiter für Frau an Spitze des Orchesters

Für Reiter ist das alles andere als eine Verlegenheitslösung. „Wir fahren derzeit gut damit, mit wechselnden Dirigenten zu arbeiten. Das ist abwechslungsreich fürs Publikum und macht auch den Musikern Spaß“, sagte er. „Man könnte schon spekulieren, ob man überhaupt einen Chef-Dirigenten braucht.“

Allerdings bringe das Modell auch Herausforderungen mit sich. „Es kann ja sein, dass man irgendwann niemand findet, der gerade Zeit hat. Und wir wollen natürlich keine Lücken haben im Programm“, erklärt Reiter.

Aber: „Ich fand es eine tolle Zwischenlösung und deswegen müssen wir uns überhaupt nicht hetzen.“

Wann die Nachfolge feststeht, konnte Reiter noch nicht sagen. Er rechne mit einer Vorlage für den Stadtrat im ersten Quartal. Namen nennt OB Reiter nicht, aber „wir haben schon durchaus interessante Bewerberinnen und Bewerber.“

Nachfolge für ehemaligen Chef-Dirigent und Putin-Freund Gergijew

Der ehemalige Chef-Dirigent Gergijew war im vergangenen März rausgeworfen worden, wenige Wochen nach Russlands Angriff auf die Ukraine. Der Grund: Der 69-Jährige hatte sich nach Meinung des Stadtrats nicht von seinem Freund, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, distanziert.

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