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OB Reiter will Münchens Plätze aufhübschen ‒ und bekommt erste Rückmeldungen

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Von: Sebastian Obermeir

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Der Max-Joseph-Platz in der Altstadt ist keine Augenweide, das findet auch der OB. Ob sich die Verkehrssituation schöner lösen lässt? Schwierig!
Der Max-Joseph-Platz in der Altstadt ist keine Augenweide, das findet auch der OB. Ob sich die Verkehrssituation schöner lösen lässt? Schwierig! © klaus haag

Ja, es gibt sie – Orte, an denen München bestimmt nicht zu den charmantesten Städten der Welt gehört. OB Reiter möchte die Plätze aufhübschen.

Update, 17. August: Düsteres Loch in Aubing

Der Aubinger Werner Dilg hat an Oberbürgermeister Dieter Reiter einen weiteren Platz gemeldet, auf dem dringend die Aufenthaltsqualität gesteigert werden muss: die Georg-Böhmer-Straße vor dem Aubinger Bahnhof.

„Der vor über 100 Jahren angelegte Giglweg mit einer schönen Allee lenkt vom Portal der St. Quirin Kirche direkt zu dem düsteren Loch und verwahrlosten Platz“, schreibt Dilg an den OB. Mit dem düsteren Loch meint er die Unterführung, die einerseits Zugang zum Bahnhof und anderseits die Verbindung nach Neuaubing ist. Über sie gelangten die Aubinger zum nahen Supermarkt oder zum Alten- und Servicezentrum (ASZ) auf der anderen Seite der Bahntrasse.

Sehr beschwerlich ist es unter anderem für Radfahrer die Unterführung am Aubinger Bahnhof zu nutzen.
Sehr beschwerlich ist es unter anderem für Radfahrer die Unterführung am Aubinger Bahnhof zu nutzen. © Andreas Schwarzbauer

„Da aber nur eine Treppe ohne Rampe vorhanden ist, ist sie mit dem Fahrrad, dem Kinderwagen, Rollator, Einkaufswagen oder gar Rollstuhl, wenn überhaupt, nur mit großer Schwierigkeit und unter großer Gefahr passierbar“, kritisiert Dilg. Schon seit Jahrzehnten kämpfen die Aubinger für eine Verbesserung. Doch die Bahn als Eigentümerin bewegt sich nicht. Nun hofft Dilg auf Unterstützung durch OB Reiter. Denn dieser Schandfleck falle auch auf die Stadt zurück.

 

Original-Artikel vom 13. August

München - München muss schöner werden. Zumindest mancherorts. Das glaubt auch Oberbürgermeister Dieter Reiter und hat die Münchner aufgerufen, ihm Orte zu nennen, wo die Aufenthaltsqualität gesteigert werden soll (s. Kasten).

Verbesserungsbedarf in München: Diese Plätze will OB Reiter aufhübschen

„Ich werde mir einige Stunden Zeit nehmen, um vor Ort mit den Bürgern die Anliegen zu besprechen“, verspricht Reiter. Ihm selbst ist der Max-Joseph-Platz ein Dorn im Auge. „Das ist kein wirklich schöner Platz, der wie ich finde, weit attraktiver sein könnte“, sagte er zu Hallo. Die Verkehrssituation mit Touristen-Bussen und der Tiefgarage ist bei der Neugestaltung jedoch diffizil zu lösen.

Aber es gibt ja anderswo genug zu tun – ob bei den zahlreichen, zugemüllten Müll­inseln oder im Norden der Stadt. In der Freimanner Bürgerversammlung gab es Anträge zur Verschönerung des St.-Nikolaus-Platzes, der als „graue Betonwüste“ mit zu wenigen Sitzgelegenheiten kritisiert wurde. Der Antrag wurde angenommen, bis Oktober hat die Stadt für ihre Stellungnahme Zeit.

Graue Betonwüste am St.-Nikolaus-Platz: In der Bürgerversammlung wurde Verschönerung gefordert. Antrag angenommen!
Graue Betonwüste am St.-Nikolaus-Platz: In der Bürgerversammlung wurde Verschönerung gefordert. Antrag angenommen! © Benedikt Strobach

In Feldmoching hingegen fehlen Klos, weshalb laut Martin Obersojer, CSU-Fraktionssprecher im örtlichen BA, im Bereich des Walter-Sedlmayr-Platzes immer öfter die Notdurft verrichtet wird. Der Reinigungsturnus der Mülltonnen wurde erhöht, weitere Maßnahmen sind laut Stadt nicht möglich.

Ein Platz als Klo – greislig! Ein Antrag zur Lösung des Problems am Walter-Sedlmayr-Platz ist noch in Bearbeitung.
Ein Platz als Klo – greislig! Ein Antrag zur Lösung des Problems am Walter-Sedlmayr-Platz ist noch in Bearbeitung. © Benedikt Strobach

Auch im Westen gibt die Stadt nicht immer ein hübsches Bild ab: Der Platz an der Colmdorfstraße sollte eigentlich zum attraktiven Treffpunkt für die Bewohner werden. Doch seit Fertigstellung dient er nur als Parkplatz – zum Ärger von Bürgern und Bezirksausschuss. Sie fordern, die Zufahrt zu sperren. Die Stadt winkt ab, da sich der Platz in Privateigentum befindet. Ganz schön ärgerlich!

Hässliche Orte melden: Ihr Draht zum Oberbürgermeister

München soll schöner werden: Bürger können dem Oberbürgermeister Vorschläge zur Steigerung der Aufenthaltsqualität per E-Mail an frag-reiter@muenchen.de oder per Brief mit dem Stichwort „Aufenthaltsqualität“ an das Büro des OB, Marienplatz 8, 80331 München, senden.

OB Dieter Reiter im Interview über das Stammstreckendesaster, fehlende Visionen & Talkshow-Besuche sowie über die Wiesn in Corona-Zeiten & Debatten über Hochhäuser.

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