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U-Bahn Ausbau Martinsried ‒ Gemeinde und Kreistag machen Weg für Alternativ-Finanzierung frei

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Das Park-Deck für den neuen U-Bahnhof Martinsried ist schon fast fertig. Der Tiefbau soll im Idealfall noch heuer starten.
Das Park-Deck für den neuen U-Bahnhof Martinsried ist schon fast fertig. Der Tiefbau soll im Idealfall noch heuer starten. © Romy Ebert-Adeikis

Für den U-Bahn-Ausbau nach Martinsried haben Kreistag und Gemeinde Planegg nun eine Umstrukturierung der Kosten für die Entsorgung von Altlasten beschlossen.

Planegg - Die Realisierung des U-Bahn-Ausbaus nach Martinsried soll finanziell besser gesichert werden. Darum wird die Finanzierung jetzt umstrukturiert. Dem haben der Werksausschuss der Gemeinde Planegg und der Kreistag zugestimmt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

U-Bahn-Ausbau nach Martinsried: Finanzierung wird umstrukturiert

Durch Teuerungen, etwa beim Baumaterial, hat sich der sogenannte Nutzen-Kosten-Indikator für das Großprojekt verringert. Sinkt dieser zu sehr, sind Fördergelder des Bundes gefährdet. Die Idee der Projektmanangement-Gesellschaft (PMG): Die Kosten für die Altlasten getrennt vom Rest der Baumaßnahme zu finanzieren. Dadurch kommen auf Gemeinde und Kreis aber höhere Kostenanteile zu als bisher eingeplant. So muss Planegg künftig anstatt maximal 285.000 Euro bis zu 856.000 Euro für die Entsorgung der Altlasten zahlen.

U-Bahn-Ausbau nach Martinsried: Entsorgung der Altlasten verursacht höhere Kosten für Gemeinde

In Planegg stimmte nur Gemeinderat Giovanni Sammataro (CSU) gegen die Umstrukturierung. Er kritisierte, dass der Bund dadurch einen geringeren Anteil der Entsorgungskosten übernimmt. „Irgendwann kommt immer eine Kröte, die man schlucken muss“, versuchte Planeggs Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU) zu beschwichtigen. Und machte deutlich: „Wir sind auf die Förderung des Bundes angewiesen, sonst ist die U-Bahn tot.“ Dimitri Steinke von der PMG betonte zudem, dass das neue Finanzierungsmodell das Projekt insgesamt nicht teurer mache – im Gegensatz zu jeder weiteren Verzögerung in der Planung.

Im Landkreis fiel das Votum hingegen einstimmig aus. Nach Mobilitäts- und Kreisausschuss gab nun auch der Kreistag der geänderten Finanzierung der Altlasten grünes Licht.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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