Noch vor Berlin und Hamburg

Baulandmangel ist seit Jahren großes Thema ‒ München hat in Deutschland am wenigsten Platz für Neubauten

In München sind die Mietpreise für Wohnungen seit Einführung der Mietpreisbremse im Jahr 2015 um 32 Prozent gestiegen.
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Siedlungs- und Verkehrsfläche ist nicht gleichbedeutend mit Beton und Asphalt. (Symbolbild)

Fast drei Viertel der 310 Quadratkilometer großen Landeshauptstadt sind Siedlungs- und Verkehrsfläche. Im Großraum München wäre aber noch Platz für neue Wohnungen.

  • In München fehlt Platz für Neubauten und Wohnungen.
  • Drei Viertel der 310 Quadratkilometer großen Landeshauptstadt sind Siedlungs- und Verkehrsfläche.
  • Baulandmangel ist seit Jahren ein großes Thema.

In München bleibt kaum noch Platz für Neubauten. Knapp drei Viertel der 310 Quadratkilometer großen Landeshauptstadt sind „Siedlungs- und Verkehrsfläche“, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Mittwoch mitteilte. Damit ist der Anteil der bebauten Fläche in München der höchste unter den größten deutschen Städten. In Berlin sind es 70 Prozent, in Hamburg knapp 60.

Allerdings hat nicht nur Hamburg mit seinem Hafen, sondern auch Berlin größere Wasserflächen als München. Mit 310 Quadratkilometern ist München für eine Millionenstadt ohnehin eher klein. Hamburg etwa ist mit 755 Quadratkilometern mehr als doppelt so geräumig.

Aber auch Köln, Frankfurt und Stuttgart liegen unter dem Münchner Wert, wie aus dem Deutschlandatlas der Statistikbehörden hervorgeht. In Bayern an zweiter Stelle folgt Nürnberg mit 61,5 Prozent.

Drei Viertel der 310 Quadratkilometer von München sind Siedlungs- und Verkehrsfläche

Siedlungs- und Verkehrsfläche ist nicht gleichbedeutend mit Beton und Asphalt, dazu zählen unter anderem auch Grünanlagen am Straßenrand. In München ist Baulandmangel seit Jahren ein großes Thema.

Im Großraum München allerdings wäre durchaus noch genügend Platz für neue Wohnungen, wie Regionalplaner seit Jahren sagen. Denn in den umliegenden Landkreisen beträgt der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche nur rund ein Fünftel oder weniger.

Bayern insgesamt ist weniger dicht besiedelt als im bundesweiten Schnitt - 12,1 Prozent der gut 70 500 Quadratkilometer des Freistaats sind Siedlungs- und Verkehrsfläche.

Auch der Anteil von Feldern, Weiden und Wiesen ist unterdurchschnittlich, dafür gibt es überdurchschnittlich viel Wald. Über ein Drittel Bayerns (35,3 Prozent) ist bewaldet. Spitzenreiter ist der niederbayerische Landkreis Regen im Bayerischen Wald mit einem Anteil von fast zwei Drittel.

dpa/lby/jh

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