Kein Platz für Hasenbergl-Kinder?

Grundschüler können aus Kapazitätsgründen nicht in Gymnasium Feldmoching übertreten – BA will helfen

Das Gymnasium in Feldmoching.
+
Das Interimsgebäude des Gymnasiums Feldmoching ist dreizügig. Es können also jedes Jahr drei neue fünfte Klassen mit je 30 Kindern aufgenommen werden.

Das Gymnasium in Feldmoching hat mit Platzmangel zu kämpfen. Schüler aus dem Hasenbergl können nicht mehr aufgenommen werden. Der BA versucht nun Lösungen zu finden.

  • Platzmangel am Gymnasium Feldmoching
  • Schüler aus dem Hasenbergl können nicht aufgenommen werden
  • BA fordert Lösungen

180 Anfragen hat Martin Netter zum neuen Schuljahr bekommen. Er ist Rektor des Gymnasiums Feldmoching, das sich bis zum Bau der Schule am Lerchenauer Feld in einem Interimsgebäude an der Georg-Zech-Allee befindet. Das Problem: „Die Schule ist dreizügig, es können nur 90 Kinder aufgenommen werden.“

Martin Netter ist Direktor des Gymnasiums Feldmoching.

Er habe zweimal aufgrund der hohen Nachfrage fünf fünfte Klassen aufgenommen. „Das geht aber nicht mehr“, warnt der Rektor. „Ab dem Schuljahr 2022/23 werden wir deutlich mehr Kinder ablehnen müssen.“ Dieses Problem habe er bereits der Stadt berichtet.

Betroffen seien davon vor allem Schüler, die weiter vom Gymnasium entfernt leben, wie im Hasenbergl an Thelott-, Paulcke- und Ittlingerschule. Das stört die SPD-Fraktion im BA Feldmoching-Hasenbergl. „Während Feldmochinger Kinder nur ‚über die Straße’ gehen müssen, um ihr Gymnasium zu erreichen, wird Hasenbergl-Kindern zugemutet, in das elf Kilometer entfernte Unterschleißheimer Gymnasium zu wechseln“, berichtete Fraktionssprecher Klaus Mai in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Die betroffenen Familien koste der Schulweg 440 Euro pro Jahr. „Diese Belastungen entstehen den Eltern der Kinder, die das Feldmochinger Gymnasium besuchen, nicht.“

Platzmangel an Schulen in Feldmoching: BA fordert Entlastungen für Schüler aus dem Hasenbergl

Mais Fraktion forderte deshalb, die Benachteiligung der Hasenbergler Schüler sofort zu beenden und alle Schüler im Gymnasium des 24. Stadtbezirks aufzunehmen. Zudem sollen die Raumkapazitäten an den weiterführenden Schulen vorrangig ausgebaut und ein weiteres Gymnasium im Bezirk errichtet werden. Der BA aber empfand den ersten Teil der Forderungen als diskriminierend gegenüber den Schülern aus dem Hasenbergl und stimmte dagegen.

Dem Ausbau der Raumkapazitäten und dem Bau eines weiteren Gymnasiums im Bezirk schloss sich das Gremium an. Außerdem wurde beschlossen, Stadtschulrat Florian Kraus in eine Sitzung einzuladen, damit er zur Schulsituation im Bezirk Rede und Antwort steht. Auf Initiative der Grünen wurde zudem gefordert, den Neubau des Gymnasiums Feldmoching acht- statt sechszügig zu errichten. Letzteres könnte laut Netter nötig werden: „Feldmoching wächst stark. Es kann sein, dass auch die Übertrittsanfragen in den nächsten Jahren steigen.“

Ein weiteres Gymnasium für den 24. Stadtbezirk sei nicht geplant, wie Julia Mayer, Sprecherin des Referats für Bildung und Sport auf Hallo-Anfrage erklärt. Jedoch seien an Bauernfeindstraße und Bayernkaserne weitere Standorte sowie Maßnahmen für alle bestehenden Gymnasien in diesem Bereich geplant, um den steigenden Bedarf abzudecken.

Auch interessant

Kommentare