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Polizeiinspektion 45 stellt Sicherheitsbericht vor – ein Bereich in Pasing macht den Beamten weiterhin Sorgen

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Erheblich weniger Einbrecher haben 2021 in Pasing-Obermenzing zugeschlagen.
Erheblich weniger Einbrecher haben 2021 in Pasing-Obermenzing zugeschlagen. © dpa/Philipp von Ditfurth

Die Polizeiinspektion 45 ist für Pasing-Obermenzing zuständig und hat für diese Stadtbezirke den Sicherheitsbericht vorgestellt. Was die Polizei besonders besorgt:

München-West Die Jugendkriminalität rund um den Pasinger Bahnhof hat die Polizeiinspektion (PI) 45 im vergangenen Jahr stark beschäftigt. Das berichtet der stellvertretende Leiter Markus Göttler bei der Bürgerversammlung in Pasing. Es habe dort zahlreiche gewalttätige Auseinandersetzungen sowie Rauschgift- und Diebstahldelikte gegeben. „Wir sind diesem Problem mit einer deutlich sichtbaren Präsenz begegnet“, sagt Göttler. Durch die Corona-Lockerungen habe sich die Lage heuer etwas entspannt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Grundsätzlich könnten sich die Pasinger und Obermenzinger aber sehr sicher fühlen. So habe es im Stadtbezirk 2021 durchschnittlich 3685 Straftaten pro 100 000 Einwohner gegeben. Im Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums München (Stadt und Landkreis) seien es 4712. „Und München erreicht unter deutschen Großstädten regelmäßig Spitzenplätze beim Thema Sicherheit“, erklärt der Erste Polizeihauptkommissar.

Sicherheitsbericht für Pasing-Obermenzing: Zahl der Wohnungseinbrüche rückläufig

Besonders erfreulich ist für ihn die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen. „Sie haben uns immer starke Kopfschmerzen bereitet. Sie sind aber seit 2018 kontinuierlich rückläufig.“ Vergangenes Jahr seien sie sogar um fast drei Viertel von 77 auf 22 zurückgegangen. „Das ist sicherlich ein positiver Ausdruck der Corona-Pandemie. Durch die Ausgangsbeschränkungen und das Homeoffice waren mehr Menschen zu Hause und die Tatgelegenheiten waren nicht mehr da.“

Zudem habe es 2021 weniger Sexual- und Raubdelikte gegeben. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist dagegen um rund fünf Prozent gestiegen. Auf der Gleichmann- und der Lochhausener Straße endeten zwei davon sogar tödlich.

Sicherheitsbericht für Pasing-Obermenzing: Betrugsfälle rücken in den Fokus

„Der Betrug nimmt immer mehr Fahrt auf“, sagt Göttler. Es habe 341 Anrufe falscher Polizeibeamte gegeben. Das waren zwar 111 weniger als 2020, aber in fünf Fällen seien die Täter erfolgreich gewesen und hätten rund 57 000 Euro erbeutet. Zudem gebe es mit dem Enkeltrick, falschen Gewinnversprechen oder Schockanrufen weitere Betrugsmaschen.

Die neueste Form sei ein Schreiben über Whatsapp. Darin behauptet eine angebliche Tochter, dass sie wegen eines technischen Defekts ein neues Handy habe. Weil das Online-Banking damit noch nicht funktioniere, bittet sie um eine Überweisung. „Wir rechnen nicht mit einer Entspannung“, sagt Göttler.

Straftaten in 2021

• Einsätze der PI 45: 16 992 (2020: 17 351)

• Straftaten: 2883 (3323)

• Straftaten pro 100 000 Einwohner: 3685 (4352)

• Raub: 17 (23)

• Sexualdelikte: 42 (55)

• Kfz-Delikte: 73 (78)

• Einbrüche: 22 (77)

• Verkehrsunfälle (mit Aubing-Lochhausen-Langwied): 2591 (2460), davon 359 (306) mit verletzten Personen

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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