Positive Bilanz

Nach dem letzten EM-Spiel in München richtet sich der Blick auf die Europameisterschaft 2024

München soll auch Austragungsort bei der EM 2024 sein.
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München soll auch Austragungsort bei der EM 2024 sein.

Bayerns Innenminister Herrmann, die Polizei und Feuerwehr sowie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ziehen eine positive Bilanz nach dem letzten EM-Spiel in München.

  • Am Freitag endete die Teilnahme der Stadt München an der Fußball-EM.
  • Bayerns Innenminister Herrmann zieht eine positive Bilanz über die vier Spiele.
  • Die Münchner Polizei verzeichnete insgesamt 76 Straftaten.

Mit dem Jubel italienischer Fans ist der vierte Spieltag der Fußball-Europameisterschaft am Standort München zu Ende gegangen. Mit dem Spiel am Freitagabend endete auch für die Stadt München ihre Teilnahme an dem Sportevent.

Die Anhänger der „Azzurri“ feierten am Freitagabend ausgelassen den 2:1-Sieg der italienischen Mannschaft gegen das Team aus Belgien. Der Abend verlief laut Polizei ohne große Zwischenfälle.

Aus polizeilicher Sicht können wir, anlässlich der diesjährigen Fußballeuropameisterschaft in der Fußball Arena München, ein insgesamt positives Fazit zu den Spielen in München ziehen, denn nur in sehr wenigen Fällen mussten die Einsatzkräfte auf Grund von Sicherheits- oder Ordnungsstörungen einschreiten. Jedoch trübt die Aktion des Umweltaktivisten am ersten Spieltag die Bilanz.

Polizeivizepräsident Michael Dibowski

In den vergangenen 21 Tagen wurden im Zusammenhang mit den Fußballspielen rund um die EURO 2020 etwa 100 Personen wegen unterschiedlicher Straftaten (vorübergehend) festgenommen. Vorwiegend ging es dabei um Sachbeschädigungen, mitgeführte oder verwendete Pyrotechnik und vereinzelte Körperverletzungsdelikte.

Missglückte Greenpeace-Aktion am ersten Spieltag der EM in München

Im Vorfeld des ersten Spiels in der Fußball Arena München am Dienstag, 15.06.2021 kam es zu einer Aktion der Umweltorganisation „Greenpeace“, mit der Landung eines propellerbetriebenen Ultraleichtflugzeuges auf dem Spielfeld im Stadion.

Hierzu laufen nach wie vor die Ermittlungen der Münchner Kriminalpolizei wegen mehrerer Delikte. „Der Pilot hat mit seiner rücksichtslosen Aktion sich und alle anderen Gäste im Stadion in große Gefahr gebracht.“ so Polizeivizepräsident Michael Dibowski.

Darüber hinaus mussten insgesamt 3 Drohnenpiloten vorläufig festgenommen werden, weil diese ihre Fluggeräte in die Flugverbotszone im Bereich der Fußball Arena München gesteuert hatten. Sie wurden daraufhin entsprechend angezeigt.

Kontroverse um Regenbogen-Illumination der Allianz-Arena beim EM-Spiel gegen Ungarn

Die teils kontrovers geführten emotionalen und politischen Diskussionen um eine regenbogenfarbene Illuminierung der Fußball Arena München am dritten Spieltag, als Zeichen für Toleranz und Akzeptanz, beeinflussten auch die polizeiliche Einsatzlage.

Denn bereits im Vorfeld lagen Erkenntnisse über die Anreise problematischer Fußballgruppierungen aus Ungarn vor. Dibowski erklärte: „Alle bekannten einsatzrelevanten Aspekte wurden, losgelöst von den Spieltagen, täglich neu bewertet und das bestehende polizeiliche Einsatzkonzept soweit notwendig entsprechend angepasst.“ Die sichtbare Präsenz der Einsatzkräfte innerhalb und außerhalb der Fußball Arena München, zeigte sich in diesem Zusammenhang als effektives taktisches Mittel.

Positive Polizei-Bilanz für EM in München

Auch Bayerns Innenminister zog eine positive Bilanz. Der weitgehend reibungslose Ablauf sei auch dem umsichtigen Verhalten von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zu verdanken, sagte Joachim Herrmann (CSU) am Samstag.

„Sie alle haben erneut unter Beweis gestellt, dass sie auch Großereignisse bestens im Griff haben und in kritischen Situationen angemessen und professionell reagieren.“ Dies gelte insbesondere mit Blick auf die „unsinnige und unverantwortliche Aktion von Greenpeace“ am ersten Spieltag in München.

Besonders dankte Herrmann den Polizeidelegationen aus Frankreich, Portugal und Ungarn, die viel Konfliktpotenzial schon im Vorfeld gelöst hätten. Insgesamt waren an den vier Spieltagen laut Mitteilung rund 7700 Polizeibeamte im Einsatz.

Die Feiern am Rande der Spiel wie auch spontane Autokorsos seien auch weitestgehend problemlos ablaufen. Die Münchner Polizei verzeichnete 76 Straftaten - wie zum Beispiel Körperverletzungen - und 25 Ordnungswidrigkeiten.

„Auch wenn ich es als Sportminister sehr bedauere, dass die deutsche Nationalmannschaft nicht ins Viertelfinale eingezogen ist, bin ich unter sicherheitspolitischen Aspekten mit dem Verlauf der EM-Spiele in München insgesamt zufrieden“, sagte Herrmann.

Der Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in München, Jürgen Terstappen, sagte, während der vier Spieltage seien jeweils 80 ehrenamtliche Helfer im Einsatz gewesen. 88 Menschen seien medizinisch versorgt worden. „Schwere Verletzungen blieben aber glücklicherweise aus.“ Zu den häufigsten Beschwerden zählten Kreislaufprobleme.

Auch die Münchner Feuerwehr war am Samstag zufrieden mit der Bilanz. Sie richtet nach eigenen Angaben den Blick schon wieder in die Zukunft: Im Juni 2024 soll die Europameisterschaft in Deutschland stattfinden. München ist als Austragungsort wieder vorgesehen.

dpa/lby/jh

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