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Abtreibungsbefürworter und -Gegner demonstrierten in München - Mehrere Festnahmen durch Polizei

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Abtreibungsgegner auf einer Demonstration
Abtreibungsgegner auf einer Demonstration (Symbolbild) © dpa/Tobias Hase

Proteste für und gegen das Recht auf Abtreibung haben ein Einschreiten der Polizei provoziert. Mehrere Personen wurden dabei festgenommen.

Am Nachmittag des letzten Sonntags, dem 17. Oktober fanden Demonstrationen für und gegen das Recht auf Abtreibung in München statt. Bei beiden Protestzügen musste die Polizei einschreiten.

Knapp 100 Personen schlossen sich am Odeonsplatz am frühen Nachmittag dem Protestzug des „1000-Kreuze-Marsch“ an, um gegen Abtreibungen zu demonstrieren. Zur gleichen Zeit startete die Gegendemo mit knapp 400 Personen der „Antisexistischen Aktion München“ auf der Luitpoldbrücke.

Demonstrationen für und gegen Abtreibung in München - Polizei muss einschreiten

Kurze Zeit später versuchen Gegendemonstranten die Proteste der Konservativen zu unterbinden und sich Zugriff zu deren Demonstrationszug zu verschaffen. Dies konnte die Polizei aber verhindern, sodass die Kundgebung des „1000-Kreuze-Marsch“ friedlich gegen 16:30 wieder am Odeonsplatz enden konnte.

Auf dem weiteren Zug der Gegendemonstranten wurden Einsatzkräfte im Bereich der Von-der-Tann-Straße in eine Baustellenbegrenzung gedrängt, sodass sich die Beamten auch unter Androhung von Schlagstöcken aus der engen Lage befreien mussten, berichtet die Polizei.

Ein Teilnehmer der Demonstration wollte dabei nach der Dienstwaffe eines Polizisten greifen, daran wurde er aber von den Beamten gehindert. Daraufhin schlugen zwei Demonstranten mit Gegenständen nach den Einsatzkräften, diese wurden kurz danach am Odeonsplatz festgenommen. Gegen sie wurde Anzeige erstattet. Von weiteren Personen wurden die Beamten danach bedrängt. Am Wochenende kam es außerhalb der Demonstrationen zu weiteren Angriffen gegen die Polizei.

Im Anschluss lief der Protestmarsch aber friedlich weiter und wurde gegen 16:10 beendet.

Polizeipräsidium München/Antisexistische Aktion München/kw

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