Am frühen Morgen

Protest gegen Kiesabbau: Polizei München räumt Camp im Forst Kasten ‒ Umweltschützer von Baumhaus geholt

Einsatzkräfte der Höhenintervention der Polizei räumen eine Plattform im Forst Kasten nahe München in ca. 8m Höhe zwischen Bäumen
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Einsatzkräfte der Höhenintervention der Polizei räumen eine Plattform im Forst Kasten nahe München in ca. 8m Höhe zwischen Bäumen

Im Forst Kasten räumte die Polizei München ein Protest-Camp und die Umweltschützer an einen neuen Versammlungsort gebracht. Dort wird weiter gegen den Kiesabbau protestiert.

Die Polizei München räumte am frühen Donnerstagmorgen ein Protest-Camp im Forst Kasten. Seit zwei Tagen demonstrieren dort Umweltschützer gegen die Rodung des Waldes zugunsten des Kiesabbaus. Dabei hatten sie auch ein Baumhaus errichtet und diese auch bestiegen.

Wie die Polizei mitteilt, wurden zwei Baumbesetzter von einer solchen Plattform geborgen Zusammen mit vier weiteren Aktivisten, die sich am Boden aufgehalten hatten, wurden sie an einen anderen Versammlungsort in der Nähe gebracht. Diesen hatte das Landratsamt München bestimmt. Der Behörde zufolge ist er etwa 100 Meter entfernt und besser zugänglich.

Auch wurden mehrere Auflage erteilt, so dürfen die Versammlungsteilnehmer keinen Baumhäuser mehr errichten oder sonst auf Bäume klettern.

Aktivisten im Baumhaus - Polizei München räumt Protestcamp im Forst Kasten 

Die Räumungs-Aktion verlief laut Polizei „absolut friedlich“. Die Aktivisten hätten nur passiven Widerstand geleistet. Die beiden Baumbesetzer mussten abgeseilt werden. Die Plattformen wurden danach abgebaut. Insgesamt waren 50 Beamte im Einsatz.

Umweltaktivisten nehmen im Forst Kasten nahe München, nach der Räumung einer Plattform zwischen Bäumen, eine Grußbotschaft mit dem Handy auf.

Seit etwa drei Wochen protestieren Aktivisten mehrerer Gruppen gegen die geplante Rodung. Die Demonstranten gehen davon aus, dass auf einem 9,5 Hektar großen Areal rund 9000 Bäume für die Erweiterung eines Kieswerks gefällt werden sollen. Das Landratsamt München konnte diese Zahlen am Donnerstagmorgen zunächst nicht bestätigen.

dpa/Polizeipräsidium München/jh

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