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Polizei beendet Raubzug am Münchner Hauptbahnhof ‒ Abgestellter Rucksack wird Dieb zum Verhängnis

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Die Beute des Diebes, den die Bundespolizei am Hauptbahnhof München festnahm.
Die Beute des Diebes, den die Bundespolizei am Hauptbahnhof München festnahm. © Bundespolizei München

Die Bundespolizei ermittelte am Hauptbahnhof München in einem Verwirrspiel mit einem Rucksack und einem Dieb der es auf Salz- und Pfefferstreuer abgesehen hatte.

Einem Dieb am Münchner Hauptbahnhof wurde ein abgestellter Rucksack zum Verhängnis. Die Polizei beendete am Donnerstagmorgen seinen Raubzug durch ein Geschäft und nahm ihn fest.

Ein Mitarbeiter der Filiale am Hauptbahnhof meldete der Bundespolizei gegen 03.30 Uhr einen unbekannten Rucksack, der im Treppenhaus abgestellt wurde.

Eine Gefahr wurde vorzeitig ausgeschlossen, da der Rucksack schon mehrmals bewegt wurde. Nachdem die Ermittler das Fundobjekt daraufhin öffneten, fanden sie Gegenstände, die einem Mitarbeiter des Geschäfts zuzuordnen waren.

Nachdem der Fund dem Besitzer übergeben wurde, ließ dieser ihn im Treppenhaus stehen und ging zum Rauchen.

Kurze Zeit später rief der Mitarbeiter erneut an und gab nunmehr an, dass sich ein Dieb unbefugt in der Filiale aufhält und die Geschäftsräume der Filiale durchsucht. Die Person sei wohl über einen Mitarbeiterzugang in die Filiale eingedrungen und hätte auch den erwähnten Rucksack wieder an sich genommen.

Polizei-Ermittlung zu Raubzug am Hauptbahnhof München - Rucksack wird Dieb zum Verhängnis

Nach ersten Polizei-Ermittlungen, sei davon auszugehen, dass der 22-Jährige Dieb, den Rucksack, bevor die Bundespolizei alarmiert worden war, kurzfristig im Treppenhaus abgestellt hatte und im Zeitraum der polizeilichen Maßnahmen weitere Geschäftsräume durchsuchten. Zuvor hatte er den Rucksack aus einem Konferenzraum des Geschäftes entwendet.

Bundespolizisten konnten den 22-Jährigen letztendlich im nicht-öffentlichen Personalbereich des Geschäftes festnehmen.

Laut Polizei-Angaben war er offensichtlich gerade dabei eine Art „Bestandsaufnahme“ seines Beutezugs vorzunehmen. Er hatte Diebesgut unterschiedlicher Herkunft auf einem Tisch ausgebreitet. Unter der Beute befanden sich ca. zwanzig Salz- und Pfefferstreuer mit einem Firmenemblem, ein Tablet des Geschäftes sowie mehrere Teebeutel. Zudem ein Mobiltelefon, zu dem der Beschuldigte angab, dieses vor kurzem in einem Elektronikmarkt in Delmenhorst gestohlen zu haben.

Der 22-jährige in Deutschland Wohnsitzlose wird auf Entscheidung der Staatsanwaltschaft München wegen Diebstahls heute dem Haftrichter vorgeführt.

Bundespolizei München/jh

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