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Rad-Demo in München: 500 Personen setzen sich für Radentscheid ein

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Von: Benedikt Strobach

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Rund 500 Personen nahmen an der Demo für den Radentscheid am Samstag in München teil.
Rund 500 Personen nahmen an der Demo für den Radentscheid am Samstag in München teil. © ADFC/Robert Haas

Das Bündnis „Radentscheid München“ hat am Samstag für die Umsetzung des Radentscheids protestiert. An der Demo nahmen rund 500 Personen teil.

Am Samstag haben rund 500 Menschen für die Umsetzung der Maßnahmen des Radentscheids in München protestiert. Die Demo lief über die Leopoldstraße bis zum Altstadt-Ring.

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Demo für den Radentscheid in München: 500 Teilnehmer fahren über Leopoldstraße und Altstadt-Ring

Die Radfahrer nahmen dabei große Straßenzüge für sich ein. Die bunte Karawane sollte verdeutlichen: Der vor drei Jahren vom Stadtrat übernommene Radentscheid München mit dem Bau eines Altstadt-Radlrings und der Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur müsse endlich auf die Straße.

Ziel des Bürgerbegehrens „Radentscheid München“ ist ein vollständiger Ausbau der Radinfrastruktur in ganz München bis 2025. Das Bürgerbegehren Altstadt-Radlring fordert, unverzüglich einen vollständigen und geschlossenen Radlring um die Altstadt einzurichten. Im Jahr 2025 soll der Radentscheid komplett umgesetzt sein, so dass die Münchnerinnen und Münchner sicher, zügig und ohne Angst durch München radeln können, dabei ihre Gesundheit fördern und die Stadt auch noch lebenswerter machen.

Radentscheid-Sprecher Andreas Schön fordert nun eine Taskforce mit den Verantwortlichen zur schnelleren Umsetzung der weiteren Maßnahmen. „Zwar sind die ersten kleinen Teilstücke des Altstadt-Radlrings in der Blumenstraße und am Thomas-Wimmer-Ring bereits gebaut, aber bei wichtigen Abschnitten wie der Sonnenstraße und der Brienner Straße ist weiter völlig offen, wie und vor allem wann hier der dringend notwendige Umbau oder zumindest eine Zwischenlösung kommt.“

Sprecherin Katharina Horn kritisiert ebenfalls das langsame Voranschreiten des Entscheids: „Trotz vieler bereits geplanter Maßnahmen zum Umbau der Straßen und Radwege, die in zahllosen Digital-Veranstaltungen vorgestellt wurden, geht kaum was voran. Wir wollen, dass endlich nachhaltige Verbesserungen kommen. Unser Ziel sind gesicherte Radwege, damit endlich alle, insbesondere Kinder und ältere Menschen, sicher von A nach B kommen. Dafür muss sich endlich was auf den Straßen tun.“

Am 4. Juli 2019 übergab der „Radentscheid München“ nach nur drei Monaten rund 160.000 Unterschriften für den Altstadt-Radlring und den Radentscheid am Marienplatz an Oberbürgermeister Dieter Reiter. Anschließend übernahm der Stadtrat die Forderungen und beschloss nach Angaben des Bündnisses bisher etwa 50 konkrete Maßnahmen sowie zusätzliches Personal für die Umsetzung.

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