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Damit Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen bequemer in die Kirche gelangen, wird angebaut

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Von: Daniela Borsutzky

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Den westlichen Seiteneingang von St. Rupert sollen Besucher mit Rollator, Kinderwagen oder Krücken künftig über eine Rampe betreten können.
Den westlichen Seiteneingang von St. Rupert sollen Besucher mit Rollator, Kinderwagen oder Krücken künftig über eine Rampe betreten können. © Daniela Borsutzky

Nach langem Warten soll die Kirche St. Rupert nun eine Rampe am Eingang bekommen. Der neue barrierearme Eingang soll aber nicht die einzige Änderung bleiben:

Westend - Im Jahr 2007 verstarb der damalige Leiter des Pfarrverbands Westend, Pfarrer Jakob Hiedl. 10 000 Euro hat er hinterlassen, die für einen behindertengerechten Eingang von St. Rupert verwendet werden sollen. Heuer ist es so weit: Die Kirche bekommt eine Rampe.

Oliver Schulze Nahrup, Verwaltungsleiter im Pfarrverband Westend, hofft, dass die Rampe noch im ersten Halbjahr angebaut werden kann: „Momentan bereiten wir die Unterlagen vor und wollen demnächst den Bauantrag stellen.“ Weil am Hauptportal vier Stufen zu überbrücken wären, soll die Rampe an den westlichen Seiteneingang, wo es nur drei Stufen sind.

Allerdings wird es sich nicht um einen „barrierefreien“ sondern „barrierearmen“ Zugang handeln. „Wir verzichten auf selbstöffnende Türen.“ Denn: Die Kosten für die Rampe belaufen sich auf insgesamt etwa 35 000 Euro. „Da reicht das Vermächtnis von Pfarrer Hiedl nicht aus. Wir hoffen auf Zuschüsse und Spenden“, sagt Schulze Nahrup. An Sonn- und Feiertagen – also zu Messezeiten – sollen die Türen dafür weit geöffnet sein.

Rampe für Kirche St. Rupert: Weitere Baumaßnahmen an Kirche geplant

Bereits seit Jahrzehnten arbeiten die Gemeindemitglieder auf eine Generalsanierung der Kirche hin. Diese liegt inzwischen auf Eis, wie Diözesan-Sprecherin Ursula Hinterberger auf Hallo-Nachfrage nochmals bestätigt: „2019 wurde die vor Einführung unserer neuen Bauregeln erarbeitete sehr große Planung für die Innenrenovierung vom Strategischen Vergabeausschuss abgelehnt und zurückgestellt.“ Hintergrund sei, dass man zunächst generelle Überlegungen zum Umgang mit kirchlichen Liegenschaften abwarte.

Wie die Zukunft der Kirchen aussehen wird, das fragt sich auch Verwaltungsleiter Oliver Schulze Nahrup. Ein weiteres Projekt, das ihm vorschwebt: Die Bänke rechts in der Kirche zu entfernen, dafür den Taufstein weiter ins Innere zu rücken und Stühle zu platzieren. „Das wäre mit kleinem Aufwand machbar und das Ergebnis für Taufgesellschaften viel schöner als der jetzige Zustand.“

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