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Kritik an Plänen der Stadt München zum geplanten DB-Regionalbahnhof an der Poccistraße

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Von: Theresa Reich

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An der Poccistraße in München soll ein neuer DB-Regionalbahnhof entstehen.
An der Poccistraße in München soll ein neuer DB-Regionalbahnhof entstehen. © Theresa Reich

In München soll ein neuer Regionalbahnhof sowie eine U-Bahnstation entstehen. Die Stadt plant dafür neue Varianten für Zugänge. Doch die Pläne ernten Kritik.

Der Münchner Süden erhält zwei neue Verkehrsanbindungen: Zwischen den Haltestellen Pocci- und Implerstraße sollen in etwa 20 Jahren ein neuer Regionalbahnhof sowie eine neue U-Bahnstation entstehen (siehe Kasten).

Aktuell sieht die Deutsche Bahn als Bauherrin des erstgenannten Halts nur einen westlichen Hauptzugang vor: einen barrierefreien Gehweg an der Eisenbahnbrücke über die Lindwurmstraße.

Der Mobilitätsausschuss hat zwei weitere Varianten für einen östlichen Zugang erarbeitet. Über die Optionen will der Stadtrat am Mittwoch, 1. Juni, entscheiden. Der BA Sendling hat vorab Stellung bezogen und übt Kritik.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Neuer DB-Regionalbahnhof an der Poccistraße - Kritik an Plänen der Stadt München für Zugänge 

„Beide Zugänge wären nicht barrierefrei. Das ist aber besonders wichtig“, betont Philip Fickel (SPD), Vorsitzender des Unterausschusses Bauen, Planen, Wohnen. Ansonsten müssten „bewegungseingeschränkte Personen aus dem Volkstheater oder dem Kulturzentrum ‚Luise’ einen erheblich längeren Weg in Kauf nehmen“.

Grundsätzlich stimmte der BA aber beiden Varianten zu. Voraussetzung: Die Barrierefreiheit ist gesichert.

Neue Stopps für die Bahn

Der neue Regionalbahnhof ist entlang der bestehenden Gleise zwischen Lindwurm- und Tumblingerstraße vorgesehen. Die geplante U-Bahnstation soll direkt südlich davon entstehen. Künftig wird diese die Haltestellen Impler- und Poccistraße ersetzen und Platz schaffen für die Linien U3, U6 sowie die neue U9, für die bisher noch kein genauer Fahrplan vorliegt.

Option A wäre ein Zugang am südlichen Ende des Bahnsteigs. Dieser könnte über einen Treppenaufgang beziehungsweise eine Rampe verlaufen. Dafür müsste die Decke der Eisenbahnüberführung an der Tumblingerstraße durchbrochen werden.

Davon rät die Verwaltung jedoch ab: Die Eisenbahnüberführung muss generalsaniert werden. Die Pläne hierzu sind bereits abgeschlossen und müssten bei einem neuen Bahnzugang überarbeitet werden. Der Zeitplan könnte nicht mehr eingehalten werden, der bauliche Aufwand wäre enorm.

Der Mobilitätsausschuss sprach sich für Variante zwei aus: einen Zugang über eine Personenunterführung nördlich der Bahngleise an der Ruppertstraße. Hier könnten „dringend erforderliche“ Radstellplätze entstehen. Auch wäre eine direkte Anbindung an die Buslinien 62 gegeben.

Die Treppe direkt neben der Unterführung Ruppertstraße könnte als Zugang zum Regionalbahnhof dienen.
Die Treppe direkt neben der Unterführung Ruppertstraße könnte als Zugang zum Regionalbahnhof dienen. © Theresa Reich

Auf Anfrage teilt Christina Warta, Sprecherin des Mobilitätsreferats mit, dass der Bahnhof als barrierefrei erschlossen gilt, da ein Aufzug am westlichen Zugang vorgesehen ist.

Sie fügt aber hinzu: „Eine spätere Nachrüstung eines Aufzugs am ostseitigen Bahnsteigzugang Poccistraße ist aller Voraussicht nach technisch möglich.“

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