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Bei Klima-Protest an Rubens-Gemälde in Alten Pinakothek festgeklebt ‒ Prozess gegen Klima-Aktivisten in München

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Von: Jonas Hönle

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Das Landgericht München
Nachdem sie sich bei einem Klima-Protest an ein Rubens-Gemälde in der Alten Pinakothek festklebten, müssen sich Klima-Aktivisten in München vor Gericht verantworten. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

Bei einem Klima-Protest haben Aktivisten der „Letzten Generation“ den Rahmen von Rubens „Der bethlehemitische Kindermord“ in der Alten Pinakothek beschädigt.

München ‒ Bei einem Klima-Protest in München haben sich Aktivisten der „Letzten Generation“ an den Rahmen eines Rubens-Gemäldes in der Alten Pinakothek in München festgeklebt.

Die beiden Personen müssen sich nun vom 14. Februar an vor Gericht verantworten, teilte ein Sprecher des Amtsgerichts München am Montag laut dpa mit.

An Rubens-Gemälde in der Alten Pinakothek festgeklebt - Prozess gegen Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ in München

Die Aktivisten hatten sich im August 2022 am Rahmen des Gemäldes „Der bethlehemitische Kindermord“ von Peter Paul Rubens aus dem 17. Jahrhundert festgeklebt.

Rubens-Gemälde „Der bethlehemitische Kindermord“
Das Rubens-Gemälde „Der bethlehemitische Kindermord“. © Bayerische Staatsgemäldesammlungen/dpa

Mitarbeiter des Museums und Polizisten mussten die beiden Männer dann nach Museumsangaben mit Lösungsmitteln von dem historischen Rahmen trennen, der allerdings beschädigt wurde. Auch an der Wandbespannung seien Schäden entstanden, teilte das Museum damals mit.

Weil die Aktivisten Einspruch gegen vom Gericht verhängte Strafbefehle eingelegt haben, kommt es nun zum Prozess.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft München I entstand damals ein Schaden in fünfstelliger Höhe, daher wurde in den Strafbefehlen „eine erhebliche Geldstrafe festgesetzt“.

Nachdem sich Aktivisten bei Klima-Protesten auf der Straße festklebten, ermittelt die Staatsanwaltschaft München auch gegen aggressive Autofahrer.

Schaden an Rahmen von „Der bethlehemitische Kindermord“ in der Alten Pinakothek in München

Teuer könnte es aber auch unabhängig davon werden: „Wir werden selbstverständlich unsere Ansprüche zivilrechtlich geltend machen“, sagte Tine Nehler, Sprecherin der Pinakotheken bei Bekanntwerden der Strafbefehle im vergangenen Jahr. 

„Es ist nicht legitim, einmalige kulturelle Menschheitszeugnisse zu beschädigen, um auf die faktisch gegebenen klimatischen Probleme hinzuweisen“, hatte der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Bernhard Maaz, nach der Aktion gesagt. 

„Ein Gemälde wie „Der bethlehemitische Kindermord“ sowie der historische vergoldete Rahmen sind von unschätzbarem kulturhistorischen Wert“.

Klima-Aktivisten machen mit Klebe-Aktionen oder Attacken auf Kunstwerke derzeit immer wieder Schlagzeilen. 

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