Mut zu neuen Konzepten

Runder Tisch: „Wir müssen in die Zukunft denken“ - Innovative Verkehrskonzepte für Münchens Norden

Eine Hochbahn könnte eine Lösung für den Münchner Norden sein.
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Eine Hochbahn könnte eine Lösung für den Münchner Norden sein.

Um den Münchner Norden von Verkehr zu entlasten, setzt Runder Tisch auf Radwege und Hochbahnen. Welche Lösungsansätze diskutiert wurden.

München-Nord - Hochbahnen, autonome Fahrzeuge und Personennahverkehr ohne Wartezeiten:

Das könnte die Zukunft des Verkehrs im Münchner Norden sein, wenn es nach Teilnehmern eines Runden Tisches der Initiative „Gemeinsames Konzept für Allach und Karlsfeld“ (GKAK) geht. Die hat ein neues, prominentes Mitglied: den ehemaligen Münchner Bürgermeister Josef Schmid (CSU).

Ins Leben gerufen wurde GKAK ursprünglich wegen der geplanten Sanierung des Allacher Tunnels bei gleichzeitiger Bebauung des Hirmerei-Areals in Allach. Beide Maßnahmen dürften einiges an Schleichverkehr für die Eversbuschstraße sowie für die Gemeinde Karlsfeld mit sich bringen.

Beim Runden Tisch ging es nun auch darum, den zunehmenden Verkehr im Norden der Stadt langfristig zu bewältigen. Schmid, der selbst an der Eversbuschstraße wohnt, sagte beim zweiten Treffen: „Wir benötigen ein übergreifendes Verkehrskonzept.“ Neben dem ÖPNV müsse man dabei auch innovative Alternativen berücksichtigen.

Neben Innovationen sind auch kurzfristige Lösungen gefordert

Schmid verwies auf Start-up-Unternehmen, die etwa aufgeständerte Schienenfahrzeuge – also Hochbahnen – entwickeln. „Wir müssen in die Zukunft denken, um mit neuen Verkehrsmitteln 30 Jahre alte Probleme zu lösen – zum Beispiel den Bau einer Stadtumlandbahn.“

Auch Falk Lamkewitz (Grüne) vom Bezirksausschuss Allach-Untermenzing setzt auf Innovation, die es zum Teil schon gibt: „Wir sollten auch nach Asien schauen, wo bereits auf selbstfahrende Fahrzeuge und Systeme mit permanenten Verkehrsströmen gesetzt wird.“

München brauche mehr Mut, neue Konzepte zu realisieren. Münchens Stadträtin Heike Kainz (CSU) forderte aber auch kurzfristige Lösungen: „Die Kapazität der Eversbuschstraße ist jetzt schon vollständig ausgeschöpft.“ Man brauche neue Straßen zur Entlastung, etwa während der Autobahnsanierung. „Sonst endet das in einer mittleren Katastrophe.“

Ein Lösungsansatz: die Menschen zum Umsteigen aufs Rad bewegen. Dazu braucht es einen durchgehenden Radweg an der Eversbuschstraße, so GKAK-Vorsitzende Isabel Nazari. Ein solcher scheitert derzeit am nahen Versickerungsbecken der Autobahn, zu dem Abstände eingehalten werden müssen.

Jochen Eid von der Autobahn GmbH zeigt sich hier aber kooperationsbereit. Der Austausch an Runden Tischen wird fortgesetzt – nächstes Mal wohl im November.

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