„Mit neuem Charme in seinem alten Glanz“

Wahrzeichen im Herzen von München: Dauert die Sanierung des Viktualienmarkt bis 2030?

Die Planung für die Sanierung des Viktualienmarkts in München startet dieses Woche.
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Die Planung für die Sanierung des Viktualienmarkts in München startet dieses Woche.

Noch in dieser Woche fällt der Startschuss für die Planung der Sanierungen am Viktualienmarkt. Es fehlen Toiletten, Lager- und Kühlstätten sowie Personalräume.

  • Start der Planung der Sanierung des Viktualienmarkts.
  • Bis 2023 wird jedoch erstmal nichts geschehen.
  • Was Kristina Frank, Werksleiterin der Markthallen München, plant und wie die Händler den Plan sehen.

„Unser Ziel ist ein Viktualienmarkt mit neuem Charme in seinem alten Glanz“, erklärt Kristina Frank, Werksleiterin der Markthallen München. Es bestehe Handlungsbedarf, weil es an Toiletten, Lager- und Kühlstätten sowie Personalräumen fehlt.

„Wir denken nach unten. Die Kellerräume unter dem Marktplatz müssen erweitert werden“, erklärt Frank. Zudem sind einige Marktbuden sanierungsbedürftig. Vor 2023 wird sich vor Ort allerdings wenig tun.

Zunächst wird es drei Begehungen geben, bei denen der Zustand der einzelnen Bauten und die Wünsche der Händler abgefragt werden. Bis September 2022 will das Kommunalreferat einen Vorbericht erstellen, sodass der Stadtrat 2023 über den Projektauftrag entscheiden kann.

„Vor uns liegt ein langsamer und intensiver Planungsprozess. Hinterher entsteht dadurch aber eine größere Schlagkraft“, sagt der zuständige Architekt Rainer Hofmann vom Büro Bogevischs, das bereits die Sanierung des Elisabethmarktes plante.

Einen Zeitplan zur Sanierung des Viktualienmarktes stellten Markthallen-Chefin Kristina Frank und Architekt Rainer Hofmann vor

München: Sanierung des Viktualienmarkt bis 2030?

In der anschließenden, aktuell auf fünf bis acht Jahre geschätzten Bauphase sollen die Händler und der Marktbetrieb unter so wenigen Einschränkungen wie möglich leiden, verspricht Frank. „Behutsam, sanft und liebevoll sanieren – das ist unser Motto.“

Deshalb würden die Arbeiten abschnittweise erfolgen, sodass der Betrieb nicht komplett stillgelegt werden müsse. Für die Händler in den jeweils betroffenen Abschnitten des Markts sollen Interimsstände eingerichtet werden.

Das begrüßen die Markthändler, die Frank in einem extra anberaumten Besprechungstermin informierte. Deren Sprecherin Elke Fett freut besonders die Zusage, dass jeder Stand, der zur Sanierung auszieht, seinen alten Standplatz wieder zurück bekommen wird.

Fett blickt der gesamten Sanierung nun – im Gegensatz zu früher – gelassen entgegen: „Jetzt wissen wir Händler endlich woran wir sind, kennen die Pläne der Stadt, können nach Corona wieder investieren, Fuß fassen und nach vorne schauen.“

Zweistelliger Millionenbetrag für die Sanierung des Viktualienmarkts in München

Unklar ist derzeit noch, in welchem Ausmaß der Markt saniert werden muss. Die Kosten des Projekts könnten daher aktuell nur grob geschätzt werden, so Frank. Sie dürften voraussichtlich im zweistelligen Millionenbereich liegen.

Klar sei aber bereits, dass der Viktualienmarkt seine charakteristischen Farben und Formen behalten wird. „Es wird nur dort Neubauten geben, wo es auch wirklich notwendig ist“, stellt Frank klar. Für den zukünftigen Viktualienmarkt soll außerdem noch ein Konzept für die Müllentsorgung, die Barrierefreiheit und die Sicherheit erarbeitet werden.

kko/mjh

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