Mehr Platz für Anwohner

Unterführung und Parken am Sapporobogen: Moosacher schlägt Verbesserungen vor

Anwohner Joris Wachter würde gerne den Fuß- und Radweg der Unterführung am Sapporobogen trennen. Dafür solle notfalls die Straße verengt werden.
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Anwohner Joris Wachter würde gerne den Fuß- und Radweg der Unterführung am Sapporobogen trennen. Dafür solle notfalls die Straße verengt werden.

Ein Moosacher will die Unterführung am Sapporobogen verbessern. Außerdem fordert er anwohnerfreundliches Parken im Viertel. Die Stadt arbeitet an einem Konzept.

Moosach/Olympiapark - Als Anwohner der Borstei kommt man leicht in den Olympiapark. Man nutzt die Unterführung am Sapporobogen und befindet sich in einer Minute im Grünen.

Doch diese Verbindung hat auch ihre Tücken: „Der gemeinsame Geh- und Radweg ist zu eng“, sagt Joris Wachter. Der 35-Jährige nutzt die Unterführung fast täglich und weiß: „Wenn Fußgänger und Radfahrer dort aufeinandertreffen, ist oft kein Durchkommen möglich.“ Gerade mit Lastenrad oder Anhänger sei es schwierig.

Aus diesem Grund – und mit Blick auf die bald fertiggestellte Sportstätte SAP Garden – hat sich Wachter per Antrag an den BA Moosach gewendet. Seine Forderung: „Rad- und Fußweg müssen getrennt werden, notfalls durch Verschmälern der Autospuren.“

Auch soll der Übergang zum Toni-Merkens-Weg, der in den Olympia­park führt, sicherer gestaltet und neben dem Gehsteig ein Zwei-Richtungs-Radweg geschaffen werden. „Es wäre schön, wenn die Stadt mehr Fokus auf den Anwohnerverkehr legen würde“, sagt der Moosacher.

Joris Wachter (35) fordert in einem Antrag an den BA eine Trennung des Rad- und Fußwegs.

Ein zweites Thema, das ihm daher auch wichtig ist, sei die Parksituation. „Bisher darf man an Sapporobogen und Pickelstraße mit Parkscheibe bis zu vier Stunden umsonst halten. Das könnte später die Besucher der neuen Halle anziehen und für Anwohner zum Problem werden.“

Daher solle hier entweder die Dauer verkürzt oder das Besucherparken kostenpflichtig werden, sagt Wachter. „Ziel muss sein, dass der Parkplatz am Olympia­park genutzt wird.“

Im BA fiel aber keine Entscheidung. Riad el Sabbagh (SPD) fand die Punkte schlüssig, wollte aber noch das zum SAP Garden erstellte Verkehrskonzept abwarten. Angelika Bueb (CSU) schlug vor, den Nachbar-BA zu involvieren, da das Gebiet an der Grenze liegt. Dem folgte das Gremium.

Das Mobilitätsreferat könne den Antrag erst bei Eingang fachlich prüfen, erklärt eine Sprecherin auf Hallo-Anfrage. Zur Park-Situation habe es bereits Gespräche mit dem BA Moosach gegeben. Ein Verkehrsgutachten sei auch erstellt worden.

„Das Mobilitätsreferat wird bei Bedarf und unter Berücksichtigung der Erreichbarkeit und der rechtlichen Vorgaben entsprechende Maßnahmen treffen, um das Bewohnerparken zu stärken.“

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