Staatsschutzrelevantes Delikt

Früher „Braunes Haus“, heute NS-Dokumentationszentrum ‒ Polizei München ermittelt wegen eingeworfener Scheibe

Das NS-Dokumentationszentrum München am Max-Mannheimer-Platz.
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Das NS-Dokumentationszentrum München am Max-Mannheimer-Platz.

Früher stand auf dem Gelände des NS-Dokumentationszentrums München das „Braune Haus“, die erste Parteizentrale der NSDAP. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Die Polizei München ermittelt wegen einem staatsschutzrelevantem Delikt am NS-Dokumentationszentrum. Dort wurde im Zeitraum zwischen Sonntag, 19.30 Uhr, bis Montag, 09 Uhr, eine Scheibe eingeworfen.

Noch ist nicht bekannt, ob es sich bei um einen oder mehrere Täter handelt. Wie die Polizei mittteilt, entstand ein vierstelliger Sachschaden.

Zeugenaufruf der Polizei München

Wer hat im angegebenen Zeitraum am Max-Mannheimer-Platz (Maxvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Scheibe am Münchner NS-Dokumentationszentrum eingeworfen

Das NS-Dokumentationszentrum München wurde am 1. Mai 2015 auf dem ehemalige Gelände des „Braunen Haus“ eröffnet.

Dort befand sich die erste eigene Parteizentrale der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) mit den Arbeitszimmern von Adolf Hitler und seines Privatsekretärs Rudolf Heß, die „Oberste SA-Führung“, die „Reichsführung SS“ und die „Reichspressestelle“ der NSDAP

Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 wurden dort im Keller politische Gegner gefangen gehalten und gefoltert.

1937 übernahm der neu errichtete „Führerbau“ an der Arcisstraße die Funktion der Machtzentrale., Aber das Braune Haus“ blieb ein wichtiger Ort der nationalsozialistischen Propaganda.

Polizeipräsidium München/NS-Dokumentationszentrum München /jh

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