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Deutschlands beste Schülerzeitung kommt aus Pasing

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Die Jung-Journalisten (v.l.) Elisabeth Weiß, Finn Lindner, Lisa-Marie Borchardt und Jan Lindner.
Die Jung-Journalisten (v.l.) Elisabeth Weiß, Finn Lindner, Lisa-Marie Borchardt und Jan Lindner. © Andreas Schwarzbauer

Die Samuel-Heinicke-Fachoberschule aus Pasing ist für ihr Europablatt von der Europäischen Kommission ausgezeichnet worden. Warum das Thema Europa dort eine große Rolle spielt

PASING Das Europablatt der Samuel-Heinicke-Fachoberschule (Fos) an der Dachstraße in Pasing ist Deutschlands beste Schülerzeitung in der Kategorie „Europa“.

Pasing: Samuel-Heinicke-Schule rechnet schon gar nicht mehr mit Auszeichhnung für Europablatt

Die Schüler hatten schon gar nicht mehr mit der Auszeichnung gerechnet. „Die Gewinner des deutschen Schülerzeitungswettbewerbs standen fest und ich habe mich schon geärgert, dass wir nicht einmal eine Absage auf unsere Einreichung bekommen haben“, sagt Lehrerin Jutta Behnke. Umso größer war die Freude, als die Europäische Kommission etwas später ihren Sonderpreis an das Europablatt vergab.

Pasing: EU spielt zentrale Rolle an Samuel-Heinicke-Fachoberschule

An der Samuel-Heinicke-Schule des Augustinum spielt die Europäische Union eine wichtige Rolle. Die Schüler beteiligen sich regelmäßig am europäischen Austauschprogramm Erasmus+ und waren schon in Irland, Lettland oder Schweden. Sie organisieren jährlich einen Europatag und diskutieren immer wieder mit Europaabgeordneten.

2020 bewarb sich die Fos als Botschafterschule des Europäischen Parlaments und musste dafür einen Bericht über ihre Aktivitäten einreichen. Daraus sei das Europablatt entstanden. „Die Schüler haben außerhalb der Unterrichtszeit in ihrer Freizeit daran gearbeitet“, sagt Behnke stolz.

Pasing: Neue Verbindungen durch Austauschprogramme in Europa

Diese Begeisterung für das Thema Europa an der Samuel-Heinicke-Fachoberschule sei durch die verschiedenen Aktionen immer mehr gewachsen. „Ich war beim Erasmus-Projekt dabei und das hat mir so viel gegeben, dass ich weiter für Europa aktiv bleiben wollte“, sagt Jung-Journalist Jan Lindner (21). Er habe dadurch so viele Menschen kennengelernt und neue Freunde gefunden. „Außerdem ist es interessant, wie Leute in Lettland über die Klimamaßnahmen denken oder wie das Bildungssystem in Irland funktioniert“, so Lindner weiter.

Zudem verbesserten die Austauschprogramme die Sprachfertigkeiten. „Englisch war mir eigentlich nie so wichtig, aber durch die Projekte mit Schulen aus anderen Ländern ist es auf ein ganz anderes Level gestiegen“, sagt Finn Lindner (21). Er wird nach diesem Schuljahr in Amsterdam studieren. „Das hätte ich mich vorher nicht getraut“, sagt er.

Pasing: Gehörlosigkeit als wichtiges Thema im Europablatt der Samuel-Heinicke-Schule

Das Europablatt ist 21 Seiten dick und behandelt die verschiedensten Themen. „Jeder hat über das geschrieben, das ihn interessierte. Dadurch ist es sehr vielfältig geworden“, sagt Lisa-Marie Borchardt (19). Neben Berichten über ihre Veranstaltungen beschrieben die Schüler der Samuel-Heinicke-Schule auch, was die EU gegen die Corona-Pandemie unternahm, sie interviewten Europapolitiker oder veröffentlichten Kochrezepte aus verschiedenen Ländern.

Einen wichtigen Teil machten auch Artikel zum Thema Gehörlosigkeit aus, denn an der Samuel-Heinicke-Schule lernen Menschen mit und ohne Hörbeeinträchtigung gemeinsam. Einen speziellen Schreibkurs hätten sie nicht gemacht, sagt Elisabeth Weiß (19). Das Europablatt soll nun regelmäßig erscheinen.

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