Auf dem Gebiet der ehemaligen Funkkaserne

Stadt München und BA Schwabing-Freimann wollen Wohnungen auf Bundespolizei-Gelände am Domagkpark - Bund will Fläche behalten

Auf dem Gebiet der ehemaligen Funkkaserne am Domagkpark befindet sich das Sicherheitsgelände der Bundespolizei. Stadt München und BA Schwabing-Freimann würden hier gerne Wohnungen schaffen.
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Auf dem Gebiet der ehemaligen Funkkaserne am Domagkpark befindet sich das Sicherheitsgelände der Bundespolizei. Stadt München und BA Schwabing-Freimann würden hier gerne Wohnungen schaffen.

Stadt München und BA Schwabing-Freimann möchten das Bundespolizei-Gelände am Domagkpark für Wohnungen nutzen. Der Bund will die Fläche aber behalten.

  • Der BA Schwabing-Freimann möchte das Bundespolizei-Gelände am Domagkpark für Wohnungen nutzen.
  • Auch die Stadt München hat Interesse.
  • Bund und BImA wollen die Fläche aber behalten.

Schwabing-Nord - Zwischen Frankfurter Ring, Margarete-Schütte-Lihotzky-Straße und Joseph-Dollinger-Bogen am Domagkpark in Schwabing-Freimann liegt das Sicherheitsgelände der Bundespolizei. Dieses werde nur noch eingeschränkt genutzt, so die BA-Mitglieder Barbara Epple und Alexandra Ruzicka (beide Grüne).

Stadt München und BA Schwabing-Freimann wollen Wohnungen auf Bundespolizei-Gelände am Domagkpark - Bund will es behalten

Deshalb fordern sie in einem Antrag, das Gelände nach seiner Freigabe als Wohngebiet zu entwickeln. Die Stadt München solle aktiv Kontakt zur verantwortlichen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) aufnehmen, um dies zeitnah zu erreichen.

„In München herrscht bereits jetzt ein akuter Mangel an bezahlbarem Wohnraum“, erklärt Epple. Die planerische Neuentwicklung des Gewerbebands am Frankfurter Ring schaffe viele neue Arbeitsplätze, die den Druck auf den Wohnungsmarkt noch mehr erhöhten. Das kaum noch genutzte Grundstück biete dafür eine ideale Lösung.

BA-Mitglied Barbara Epple (Grüne).

Danach soll es als sogenannte „Weiße Fläche“ ausgewiesen werden. „Das ermöglicht mehr Kreativität beim Wohnungsbau, da so spezielle Lösungen passend zu den örtlichen Gegebenheiten entwickelt werden können“, erklärt Epple. Als Beispiel führt sie das genossenschaftliche Projekt „WagnisART“ an, das auf einer solchen „Weißen Fläche“ gebaut wurde und preisgekrönt sei. Wichtig sei zudem, Grünflächen und Baumbestand zu erhalten.

München: Wohnungen auf Bundespolizei-Gelände am Domagkpark gewünscht - Bund und BImA wollen Standort nicht aufgeben

Im BA Schwabing-Freimann fand der Antrag Zustimmung. Petra Piloty (SPD) gab aber zu bedenken: „Aus Gesprächen mit dem Planungsreferat weiß ich, dass der Bund das Gelände wohl behalten möchte.“ Dennoch stimmte auch sie für die Idee. „So können wir unsere Vorstellung gut einbringen.“

Pilotys Bedenken bestätigt Ingo Trömer, Sprecher des Planungsreferats, auf Hallo-Anfrage: „Zuletzt hieß es seitens der BImA, dass ein aktuelles Standortkonzept der Bundespolizei noch nicht vorliege und das dortige Personal in den nächsten Jahren noch verstärkt werden solle.“ Das Gelände werde wohl nicht vor dem Jahr 2026 frei. Auch ein BImA-Sprecher bestätigt: „Die Bundespolizei beabsichtigt mittelfristig nicht, den Standort Frankfurter Ring in München aufzugeben.“

Die Stadt habe aber Interesse am Erwerb des Grundstücks: „Der Bau von Wohnungen könnte das benachbarte Wohnviertel am Domagkpark ergänzen und den Wohnungsmarkt entlasten.“ Das Kommunalreferat werde deshalb auch weiterhin mit der BImA in Kontakt bleiben und versuchen, das Areal nach Freigabe zu erwerben.

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