Bald keine Baulücke mehr 

Neubau in Schwabing: Neues Bürgerbüro, Wohnungen und Kinderbetreuungsplätze werden konkret

Bereits für dieses Jahr ist der Baustart des neuen Bürgerbüros an der Belgradstraße 75 bis 81 geplant.
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Bereits für dieses Jahr ist der Baustart des neuen Bürgerbüros an der Belgradstraße 75 bis 81 geplant.

Die städtische Wohnungsgesellschaft GWG realisiert einen Neubau an der Belgradstraße. Welche Herausforderungen das Bauprojekt mit sich bringt und wie teuer es werden soll.

Schwabing-West - Noch liegt die unbebaute Fläche an der Belgradstraße 75 bis 81 brach – schon bald sollen hier jedoch die Bagger anrollen.

Auf dem über 2000 Quadratmeter großen Grundstück wird künftig ein neues Bürgerbüro (siehe unten) mitten in Schwabing entstehen. Zudem sind Wohnungen, ein Haus für Kinder sowie ein Tageskindertreff geplant.

Mit dem sechsgeschossigen Neubau schließt die GWG München die Baulücke zwischen den Adressen Belgradstraße 71 und 87. Der Bauantrag ist bereits eingereicht, die Genehmigung werde „zeitnah erwartet“. Das teilt Michael Schmitt, Sprecher der GWG, auf Hallo-Nachfrage mit. Geschieht das, stehe einem Baubeginn in diesem Jahr nichts mehr im Weg.

48 neue Förderwohnungen

„Die durchschnittliche Wohnungsgröße der 48 Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen beträgt rund 38 Quadratmeter“, erklärt Schmitt. Sie entstehen im Rahmen des staatlichen Förderprogramms der einkommens­orientierten Förderung.

Das Bürgerbüro wird fast 1000 Quadratmeter Fläche einnehmen, das Haus für Kinder etwa 700 und der Kindertagestreff 170. Auf weiteren 200 Quadratmetern ist außerdem ein Gemeinschaftsraum sowie ein Büro für den sozialen Träger geplant.

Insgesamt sollen künftig bis zu 74 Betreuungsplätze im Haus für Kinder entstehen: zwei Krippengruppen für Kinder bis drei Jahre sowie zwei Kindergartengruppen für Drei- bis Sechsjährige. Im Tageskindertreff können zusätzlich drei bis zehn Kinder mit unterschiedlicher Anwesenheitsdauer eine bis acht Stunden betreut werden, so Schmitt.

Kosten: 33 Millionen Euro

Von der Lage her befindet sich der Standort ganz in der Nähe der U-Bahn-Station Scheidplatz. Zudem verläuft die Trambahn entlang der Belgradstraße. Öffentlich angebunden ist der Standort somit optimal. Doch der Bau über der U-Bahn stelle auch eine Herausforderung dar, sagt Schmitt.

Hinzu kämen die viel befahrenen Belgradstraße und das rückseitig gelegene Sophie-Scholl-Gymnasium, das westlich an den geplanten Neubau angrenzt. In der Planung und der Erstellung sei das sowohl kosten- als auch zeitintensiv. Insgesamt sind rund 33 Millionen Euro für das Bauprojekt veranschlagt.

Wegen Corona: Unklar, ob weitere Bürgerbüros entstehen

Mit seiner geplanten Fertigstellung im Jahr 2024 soll das Bürgerbüro an der Riesenfeldstraße in Milbertshofen geschlossen werden und die Mitarbeiter an eine neue Adresse an der Belgradstraße umziehen. Da viele der Bürgeranlaufstellen seit Jahren ihre Kapazitätsgrenze erreicht haben, waren in den vergangenen Jahren immer wieder neue Standorte und Erweiterungen im Gespräch.

Auf Hallo-Nachfrage erklärt KVR-Sprecher Johannes Mayer jedoch, dass Fragen zu diesem Thema derzeit „angesichts der pandemiebedingten Haushaltslage noch nicht abschließend konkret beantwortbar sind.“

Infos zum Bürgerbüro

Wer eine Melderegisterauskunft braucht, seinen Wohnsitz an- oder abmelden möchte oder einen neuen Personalausweis oder Reise­pass beantragen möchte, findet in den Münchner Bürgerbüros die passende Anlaufstelle.

Neben der Zentrale an der Ruppertstraße 19 gibt es derzeit fünf Außenstellen. Diese befinden sich an der Forstenrieder Allee 61a, der Leonrodstraße 21, der Orleansstraße 50, der Riesenfeldstraße 75 sowie der Landsberger Straße 486.

Infos unter www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kreisverwaltungsreferat/Buergerbuero.

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