Wohnen, Gastro, Kultur

Neue Pläne für den Tucherpark: Wie sich das Münchner Quartier verändern wird

Der Tucherpark ist ein Areal in München. Es liegt in Schwabing-Freimann nördlich des Lehels.
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Der Tucherpark ist ein Areal in München. Es liegt in Schwabing-Freimann nördlich des Lehels.

Mietwohnungen, Kinderbetreuungs- sowie Kulturangebote. Das und noch vieles mehr ist für das Areal Tucherpark geplant. Die Eigentümer präsentieren Ideen für das Quartier.

SCHWABING - Es gibt erste Ideen für die Entwicklung des Tucherparks. Seit 2019 gehört das Areal nördlich des Lehels, zwischen Englischem Garten, Mittlerem Ring und Isar der Commerz Real, einer Immobilientochter der Commerzbank, sowie dem Projektentwickler Hines. Die Eigentümer präsentierten jetzt die Pläne für das Quartier.

„Künftig soll eine Kombination aus Arbeiten, Wohnen und Leben entstehen“, erklärte Projektleiter Christian Meister bei einer Pressevorstellung. Das beinhalte auch Nahversorgung, Gastronomie, Kinderbetreuungs- sowie Kulturangebote.

Die meisten Gebäude sollen dabei erhalten bleiben. Man wolle, so weit es gehe, den Bestand umnutzen. Etwa 30 Prozent Mietwohnungen – darunter auch gefördertes Wohnen sowie Mitarbeiterwohnungen  – könne man sich künftig vorstellen, so Meister. Eigentum sei nicht geplant.

Insgesamt soll das derzeit eher abgeschottete Areal stärker geöffnet werden und sowohl den Englischen Garten als auch die Isar einbeziehen. Außerdem soll der Zugang zum Eisbach verbessert werden. Auch an einem passenden Mobilitätskonzept für das Quartier müsse man arbeiten.

Öffentlichkeit soll mitentscheiden

Über 2000 Bäume stehen derzeit auf dem Areal. Meister betonte: „Der Baumbestand gibt den Ton an.“ Man plane deshalb, vor allem die Lücken dazwischen sowie heute schon versiegelte Fläche für neue Gebäude zu nutzen.

Großen Wert wolle man auf eine baldige Beteiligung der Öffentlichkeit legen. In den zuständigen Bezirksausschüssen erfolgte bereits eine Vorstellung. BA-Chef Patric Wolf (CSU) sieht das Vorhaben als „Gewinn für den Stadtteil“ und freut sich auf ein „schönes neues Stück Schwabing“.

Zudem hat das Gremium mehrheitlich eine Stellungnahme mit Anregungen beschlossen. Darin fordern die Lokalpolitiker unter anderem, in alle kommenden Planungsschritte eingebunden zu werden. Genau hierauf legt auch der angrenzende BA Altstadt-Lehel großen Wert. „Wir wollen von Anfang an beteiligt werden“, betont BA-Chefin Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne).

Am Mittwoch, 7. Juli, befasst sich der Stadtrat mit dem Thema und soll einen Auftragsbeschluss fassen. Dann kann die Eckdatenabstimmung beginnen. Ziel der Eigentümer ist es, einen Großteil des Projekts noch in diesem Jahrzehnt zu realisieren.               

kf

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