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Herausfordernder Feuerwehr-Einsatz in Schwabing-West: Mann aus brennender Wohnung gerettet

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Von: Theresa Reich

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Die Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr konnten den Brand in wenigen Minuten löschen.
Am Dienstagmorgen musste die Feuerwehr wegen eines Brandes in einem Münchner Mehrfamilienhaus ausrücken. © dpa/Carmen Jaspersen

In Schwabing-West kämpften 160 Feuerwehrleute stundenlang gegen einen verheerenden Brand. Zeitweise war das Mehrfamilienhaus einsturzgefährdet

Schwabing-West - Über 11 Stunden kämpften 140 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 60 Atemschutzgeräten bei einem Einsatz in Schwabing-West gegen Glutnester und Rauchwolken. Am Dienstagmorgen ist die Feuerwehr zu einem Brand im zweiten Stock eines fünfstöckigen Mehrfamilienhauses ausgerückt. Die Einsatzkräfte sind davon ausgegangen, dass sich ein Bewohner noch in der brennenden Wohnung befindet.

Die Polizei bestätigte die Vermutung. Die anderen Bewohner hatten sich schon in Sicherheit gebracht. Mit Atemschutzmasken ist ein Einsatztrupp über das Treppenhaus ins zweite Obergeschoss gegangen, während die Kollegen eine Drehleiter vor dem Mehrfamilienhaus positionierten und versuchten das Feuer von außen zu bekämpfen..

Feuerwehreinsatz in Schwabing-West: 65-Jähriger war bewusstlos in brennender Wohnung

Fast zeitgleich verschafften sich beide Teams gewaltsam zutritt zur Wohnung. Dies führte zu einer starken Rauchausbreitung im gesamten Straßenbereich. Ein Rauchvorhang verhinderte, dass Rauch ins Treppenhaus gelang. Zusätzlich unterstützte ein Hochleistungslüfter bei der Belüftung der Brandwohnung.

Kurz nach Betreten der Wohnung fand ein Atemschutztrupp den 65-jährigen Wohnungsinhaber bewusstlos auf dem Boden liegen. Sie retteten den Mann aus der Wohnung. Der Rettungsdienst leiteten sofort lebensrettende Maßnahmen ein und transportierten den Schwerverletzten in eine Münchner Klinik.

Schwabing-West: Einsatzkräfte finden immer wieder Glutnester auf der Suche nach dem Brandherd

Währenddessen kämpften sich die Atemschutztrupps weiter durch die Wohnung des Mannes. Auf der Suche nach dem Brandherd mussten sie große Mengen an Eigentum des Mieters umräumen. Dadurch finden die Einsatzkräfte immer wieder Glutnester. So kam es immer wieder zu starken Rauchwolken im Straßenbereich. Wegen der erheblichen Menge an Gegenständen mussten die Einsatzkräfte alles ausräumen, um weitere Brand- und Glutnester zu finden.

Währenddessen haben die Brandfahnder der Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen. Während den Arbeiten wurde durch Mitarbeiter der Hausverwaltung das Gebäude teilweise stromlos geschalten, da durch die Löscharbeiten die darunterliegenden Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Zudem war ein angrenzender Supermarkt von den Löschmaßnahmen betroffen. Dieser muss bis auf Weiteres den Verkaufsbetrieb aussetzen.

Schwabing-West: Mehrfamilienhaus kurz vor dem Einstutz - Ein Statiker-Team musste anrücken

Ein hinzugezogenes Statiker-Team begutachtete die Bausubstanz. Dabei stellten sie aufgrund des gelagerten Materials, des Löschwassers und der Brandauswirkungen Probleme in der Statik fest. Dies führte dazu, dass die Arbeiten in der Brandwohnung eingestellt werden mussten und zur Weiterführung erst Baustützen unter der Brandwohnung im Erd- und ersten Geschoss eingesetzt werden mussten.

Danach wurde die Wohnung weiter vom Brandschutt befreit und weitere Nachlöscharbeiten durchgeführt. Dann konnte auch die Brandwohnung gemäß den Anweisungen der Lokalbaukommision mit Baustützen gesichert werden.

Feuerwehreinsatz in Schwabing-West: Straßensperrungen am Einsatzort

Erst um 19.14 Uhr rückten die letzten Kräfte von der Einsatzstelle ab. Während der Maßnahmen an der Einsatzstelle war die Karl-Theodor-Straße zwischen Bonner Platz und Degenfeldstraße gesperrt. Die Brandursachenermittlung hat die Polizei aufgenommen, der Sachschaden ist nach ersten Schätzungen im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich.

Quelle: Feuerwehr München

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