„Hier herrscht Friedhofscharakter“

Schwabing-West: Frust über Betonwüste um Obelisken

Enttäuschte Schwabinger: Viktor Gebhart (2. v. li.) und weitere Viertelbewohner haben sich mehr von der Umgestaltung des dreieckigen Platzes um den Obelisken an der Lothstraße erhofft.
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Enttäuschte Schwabinger: Viktor Gebhart (2. v. li.) und weitere Viertelbewohner haben sich mehr von der Umgestaltung des dreieckigen Platzes um den Obelisken an der Lothstraße erhofft.

Mehrere Schwabinger sind enttäuscht vom neuen Platz um den Obelisken an der Ecke Loth-, Georgen- und Winzererstraße. In der Bürgerversammlung gab es dazu zwei Anträge.

  • Die Stadt hat den Platz um den Obelisken an der Ecke  Loth-, Georgen- und Winzererstraße umgestaltet.
  • Mehrere Schwabinger sind enttäuscht, da jetzt grauer Beton dominiert.
  • Zwei Anträge in der Bürgerversammlung forderten deshalb mehr Grün.

Schwabing-West - „Hier herrscht Friedhofscharakter“, sagt Viktor Gebhart über den dreieckigen Platz um den Obelisken zwischen Loth-, Georgen- und Winzererstraße. In den vergangenen Monaten hat die Stadt den Bereich umgestaltet. Der Schwabinger bedauert: „Man hat die Chance verpasst, einen schönen Platz zum Flanieren zu schaffen.“ Auch Lothar Büllesbach, der ein ansässiges Geschäft betreibt, hätte sich mehr Kreativität gewünscht: „Beim Umbau kam wunderschönes Pflaster zum Vorschein. Das hätte man doch an einer Stelle belassen können.“

Schwabing-West: Frust über Betonwüste um Obelisken

Graue Bodenplatten machen etwa die Hälfte der neuen Fläche aus. „Es ist eine reine Betonwüste geworden“, bedauert Gebhart. Bäume sollen zwar noch folgen, trotzdem forderte er bei der Bürgerversammlung proaktiv mehr Grün am Platz. Seine Mutter Ria hat denselben Antrag gestellt. Zudem fordern beide: Das kurze Stück der Winzererstraße soll für Autos gesperrt werden. Stattdessen fehlt dort ein Radweg, findet Gebhart. Büllesbach sieht das anders. Viel Verkehr beobachte er dort nicht.

Ehemaliger Vimy-Platz: Stadt plant elf Bäume um den Obelisken

Einig sind sich sie sich aber in einem anderen Punkt: „Der Platz braucht einen Namen.“ Vimy-Platz soll er früher einmal geheißen haben. Eine Rückkehr dazu brauche es nicht unbedingt. „Aber ein Name muss definitiv her!“

Das sagt die Stadt

Noch im Herbst pflanzt die Stadt elf Bäume rund um den Platz. Sieben davon im vergrößerten Platzbereich, zwei an der Ecke Georgen-/Winzererstraße und zwei auf der Südwestseite. Bei zusätzlichen Umgestaltungswünschen wie beispielsweise der geforderten Sperrung müsste sich der BA zur Prüfung an das Mobilitätsreferat wenden, erklärt das Baureferat auf Hallo-Nachfrage. Eine Benennung des Platzes im Rahmen der Neugestaltung sei der Stelle nicht bekannt.

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