Securitys an den Unis?

Start für Münchens Studenten: Wintersemester wieder in Präsenz  – allerdings unter diesen Bedingungen

Während an anderen Universitäten auch größere Vorlesungen wieder in Präsenz stattfinden, wollen LMU und TUM vor allem kleinere Veranstaltungen und Praxiskurse vor Ort anbieten.
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Während an anderen Universitäten auch größere Vorlesungen wieder in Präsenz stattfinden, wollen LMU und TUM vor allem kleinere Veranstaltungen und Praxiskurse vor Ort anbieten.

Semesterstart für Münchens Studenten: Erstmals seit eineinhalb Jahren werden Vorlesungen in der Uni wieder in Präsenz stattfinden. Wie das sicher gehen kann, welche Angebote noch digital sind...

München - Nach drei Semestern digitaler Lehre kehrt Leben an die Universitäten zurück. Das kommende Wintersemester findet wieder in Präsenz statt – zumindest teilweise.

„Wir möchten, dass die Studierenden an die Unis zurückkommen“, so Wissenschaftsminister Bernd Sibler. Vor allem Seminare, bei denen es auf den Austausch ankomme, sollten vor Ort besucht werden können. Dabei gelten in den Gebäuden eine Masken- und Abstandpflicht sowie die 3G-Regel.

„Wir haben die Universitäten angewiesen, das in den ersten Wochen relativ engmaschig zu kontrollieren“, sagt Sibler. An den bayerischen Hochschulen, an denen das Semester bereits seit Anfang Oktober läuft, funktioniere das ohne Probleme.

Größtenteils überprüften dort Security-Firmen oder Hochschulpersonal die Nachweise stichprobenartig auf den Gängen. Vereinzelt übernähmen das aber auch Lehrende in den Kursen, so Sibler. In München müssen die Studierenden an den Haupteingängen ihre Nachweise vorzeigen, um überhaupt ins Gebäude zu gelangen.

Wie die Lehre an der LMU stattfinden wird:

An der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) wird das Sicherheitspersonal der Uni entsprechende Kontrollen übernehmen. Sprecherin Katrin Röder empfiehlt den Studierenden: „Wer eine größere Lehrveranstaltung besuchen möchte, sollte auf jeden Fall ein wenig Vorlauf einkalkulieren.“

Die LMU will zwar „so viele Präsenzveranstaltungen wie möglich“ anbieten. „Denn die ’Universitas‘ im klassischen Sinn des Wortes lebt vom direkten Austausch“, sagt Röder. Dennoch finden die meisten größeren Vorlesungen weiterhin ausschließlich digital statt.

Manche Fakultäten bieten zusätzlich weitere Inhalte online an. „Das Wintersemester kann auf jeden Fall im Fernstudium absolviert werden. Das heißt, alle Veranstaltungen werden auch in digitaler Form angeboten“, teilt die BWL-Fakultät mit.

Für Physik-Studenten wird es dagegen nur vereinzelt Online-Angebote geben. „Studierende, die die 3G-Voraussetzungen nicht erfüllen, haben keinen Anspruch auf digitale Ersatzangebote“, so die Fakultät.

So hat die TUM den Lehrbetrieb geplant:

Die Technische Universität München (TUM) setzt vor allem bei interaktiven Formaten sowie praktischen Übungen und Laborarbeit auf Präsenz. „Wo es hingegen um reine Vorlesungen geht, können auch digitale und aufgezeichnete Angebote sehr nützlich sein, da die Studierenden dann Inhalte mehrfach abspielen und wiederholen können“, sagt Sprecher Ulrich Meyer.

Die Rückkehr zum Präsenzstudium sei ein wichtiger Schritt, denn viele Studierende, die bereits im dritten oder vierten Semester sind, seien bisher so gut wie gar nicht an der Uni gewesen. „Ein Studium besteht nicht nur aus Lernen und Prüfungen. Entscheidend sind auch die persönlichen Begegnungen“, so Meyer.

Beide Universitäten stellen an ihren Standorten mehrere kostenlose Schnelltest-Stationen bereit. Außerdem gibt es am Mittwoch, 20. Oktober eine Impf­aktion vor dem Hauptgebäude der LMU. Die Impfquote unter Studenten sei aber mit bayernweit rund 80 Prozent bereits hoch, sagt Wissenschaftsminister Sibler. Hinzu kämen zehn Prozent Genesene.

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