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Spuren aus der Bronzezeit unter Sendlinger Schule gefunden - Fotos der Fundstücke

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Von: Theresa Reich

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Tonscherben, Knochen und Gürtelschnallen: Die wertvollen Funde wurden von Archäologen rechtzeitig geborgen, bevor an der Plinganserstraße der Bagger für eine neue Turnhalle anrollt. Drei Monate hat ein achtköpfiges Team gebuddelt, vermessen und datiert.

Ausgrabungen: Zwei Abfallprodukte aus Mittelfuß-Knochen einer Kuh
1 / 13Das Lieblingsstück des Grabungsleiters: Zwei Abfallprodukte aus Mittelfuß-Knochen einer Kuh: Ein Paternostermacher, ein damals typisch mittelalterlicher Beruf, stanzte einst aus diesen Knochen kleine Perlen, um daraus einen Rosenkranz zu gestalten. Rosenkränze in dieser Form hat Archäologe Friedrich auch bei Ausgrabungen am Sendlinger Tor gefunden. © tr
Eine Keramik-Scherbe aus der Mittleren Bronzezeit.
2 / 13Eine Keramik-Scherbe aus der Mittleren Bronzezeit. © tr
Eine Keramik-Scherbe aus der Mittleren Bronzezeit.
3 / 13Eine Keramik-Scherbe aus der Mittleren Bronzezeit. Die Leistenverzierung des Krugs wurde am Rand mit den Fingern eingedruckt. „Wir mussten hier sehr fein arbeiten, da wir sonst die Oberfläche mit der Bürste verkratz hätten“, erklärt Grabungsleiter Jonas Friedrich. © tr
Der tierische Knochen, vermutlich von einer Kuh, wurde neben den Keramik-Scherben aus der Bronzezeit gefunden.
4 / 13Der tierische Knochen, vermutlich von einer Kuh, wurde neben den Keramik-Scherben aus der Bronzezeit gefunden. Solche Funde finden Archäologen häufig in Siedlungen. „Das sind typische Funde von damaligen Mittagsmahlzeiten. Man erkennt sogar noch die Messerspuren“, beschreibt Friedrich. © tr
Das älteste unter den Fundstücken: ein Feuerstein.
5 / 13Das älteste unter den Fundstücken: ein Feuerstein. „Der Flint hat Spuren eines schrägen Abschlags. Häufig wurden daraus Nadeln, Spitzen, Werkzeuge oder Pfeile für die Jagd hergestellt. Es ist das Plastik der Steinzeit. Feuersteine wurden aber auch in der Bronzezeit verwendet“, so Friedrich. © tr
Die dunkle Färbung, der „Befund“, gibt Hinweise auf mögliche Fundstücke.
6 / 13Die dunkle Färbung, der „Befund“, gibt Hinweise auf mögliche Fundstücke. Hier haben die Archäologen Scherben, einen Stein zum Mahlen von Korn und eine mittelalterliche Gürtelschnalle ausgegraben. © tr
rostige mittelalterliche Schnalle
7 / 13Eine rostige mittelalterliche Schnalle, wahrscheinlich von einem Gürtel, wird nach der Bergung dem Restaurator übergeben. © tr
Zwei mittelalterliche Tonscherben, die perfekt aneinander passen.
8 / 13Zwei mittelalterliche Tonscherben, die perfekt aneinander passen. © tr
Ein Stück eines Aufbewahrungsgefäßes. Das Loch diente zur Halterung von Schnüren.
9 / 13Ein Stück eines Aufbewahrungsgefäßes. Das Loch diente zur Halterung von Schnüren. © tr
Dieses Werkzeug, circa 200 Jahre alt, wurde zum „Schöpsen“ von Bäumen, also Entrinden, verwendet.
10 / 13Dieses Werkzeug, circa 200 Jahre alt, wurde zum „Schöpsen“ von Bäumen, also Entrinden, verwendet. © tr
Ein Teil einer Ofenkachel mit Jugendstil-Verzierhung um 1900: Vielleicht waren es mal die Füße eines Greifs oder die eines Löwen.
11 / 13Ein Teil einer Ofenkachel mit Jugendstil-Verzierhung um 1900: Vielleicht waren es mal die Füße eines Greifs oder die eines Löwen. Genau sagen, können es die Archäologen nicht, da sie die passenden Stücke nicht gefunden haben. © tr
Die dunklen Verfärbungen im Boden, sogenannte Pfostengruben, deuten auf ein Gebäude aus der Bronzezeit hin.
12 / 13Die dunklen Verfärbungen im Boden, sogenannte Pfostengruben, deuten auf ein Gebäude aus der Bronzezeit hin. © tr
Eine Sickergrube aus dem 18. Jahrhundert.
13 / 13Eine Sickergrube aus dem 18. Jahrhundert. © tr

Was genau das Team alles entdeckt hat und was als nächstes damit passiert, lesen Sie im Artikel: Unter Sendlinger Schule: Archäologen stoßen auf Spuren eines 3000 Jahre alten Dorfs 

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