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60 Jahre Begegnung und Bildung: Spiel- und Bildungszentrum Sendling feiert Geburtstag

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Täglich besuchen bis zu 20 junge Münchner den Kindertreff, bis zu 50 den Jugendtreff.
Täglich besuchen bis zu 20 junge Münchner den Kindertreff, bis zu 50 den Jugendtreff. © SBZ

Das Spiel- und Bildungszentrum (SBZ) Sendling feiert 60. Geburtstag – Leiter Wolfgang Petzold im Interview über die Entwicklung der Sendlinger Einrichtung.

Sendling - Das Spiel- und Bildungszentrum (SBZ) Sendling leistet seit 60 Jahren sowohl stadtteilorientierte als auch stadtteilübergreifende offene Kinder- und Jugendarbeit. Die Räumlichkeiten an der Danklstraße 34 sind geteilt, sodass die 6- bis 12-Jährigen und die 12- bis 21-Jährigen getrennt voneinander die Angebote wahrnehmen können. Hallo hat mit Leiter Wolfgang Petzold über Entwicklungen und Herausforderungen in der Einrichtung gesprochen.

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Herr Petzold, was hat sich in 60 Jahren im SBZ verändert?

Räume wurden neu gestaltet, die Kleidung der Kinder und Jugendlichen, die Art wie sie reden, die Konsumvielfalt, Einstellungen, Werte. In den vergangenen zehn Jahren haben sich vor allem die Sozialen Medien rasant entwickelt. Aus dem Begegnungszentrum wurde ein Bildungszentrum. Die Offene Ganztagsschule (OGS) wurde ausgebaut.Heuer gab es die 60. Anmeldung zur OGS, nie waren es mehr.

Welche Bildungsprogramme werden geboten?

Unter anderem über unsere OGS haben viele Schüler Zugang zu Angeboten wie Workshops im Medienbereich oder Ausflügen zu informativen und allgemeinbildenden Veranstaltungen, wie Escape Rooms, Ausstellungen oder Kulturzentren. Außerdem sind wir mit JADE (Hilfe beim Übergang von Schule zu Beruf) und JaS (Jugendsozialarbeit an Schulen) am Förderzentrum Süd aktiv. Einzelne bekommen durch diese Unterstützung Arbeitsmöglichkeiten, die sie sonst nicht erhalten hätten.

Wolfgang Petzold, Leiter des Spiel- und Bildungszentrum Sendling.
Wolfgang Petzold, Leiter des Spiel- und Bildungszentrum Sendling. © privat

Was hat sich positiv entwickelt und was negativ?

Durch Corona und die damit verbundenen Einschränkungen kamen viele nicht mehr in die Einrichtung, vor allem auch Mädchen. Positiv ist, dass für Einzelne mehr Zeit bleibt. Wir sind regelmäßig rausgegangen zu den Jugendlichen.

Was will das Team in den kommenden Jahren erreichen?

Erst einmal ist wichtig, die vorhandenen Angebote aufrechtzuerhalten. Wir haben immer besondere Projekte, die wir an die aktuellen jugendpolitischen und -kulturellen sowie globalen Veränderungen anlehnen. Beispielsweise Klimaschutz und der Krieg in der Ukraine.

Welche Hürden gilt es momentan zu meistern?

Wir bekommen nicht alle freien Stellen sofort besetzt, da heißt es ab und an auf Lücke planen. Und das SBZ wartet seit über zehn Jahren auf eine Generalsanierung. Die Pläne sind seit Jahren da, das Geld fehlt natürlich aufrgund der globalen Probleme.

60 Jahre Spiel- und Bildungszentrum Sendling

Die Geburtstagsfeier im SBZ, Danklstraße 34, beginnt am Freitag, 8. Juli, um 15 Uhr. Infos und Programm unter www.sbz-sendling.de.

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