Hilferuf erhört

Warmes Essen dank Caterer: Staatlich-städtische Lösung für Plinganser Grundschule geplant 

Die Schüler der Plinganser Grundschule erhalten dank externem Caterer ab November wieder warmes Essen. (Symbolfoto)
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Die Schüler der Plinganser Grundschule erhalten dank externem Caterer ab November wieder warmes Essen. (Symbolfoto)

Vor kurzer Zeit hat die Plinganser Grundschule Alarm geschlagen: Ihre Schüler können nicht mit einer warmen Mahlzeit am Mittag versorgt werden. Nun wurde eine Lösung gefunden.

Sendling - Mit einem Brief ging Ulrike Bauer, Leiterin der Grundschule an der Plinganserstraße, jüngst an die Öffentlichkeit und forderte von der Stadt eine Lösung für das Problem zwischen der staatlich offenen Ganztagsschule (OGTS) und der städtischen Campusküche (Hallo berichtete).

Leidtragende seien die Schüler, die nicht in der Campusküche zu Mittag essen könnten, und die Eltern, die eine Mehrbelastung mit großen Vesperboxen stemmen müssten. Weder Stadt noch Land fühlten sich zuständig, ein Abrechnungssystem zu erarbeiten, sagte Bauer. Nun wurde ein Kompromiss gefunden.

„Bei einem Gespräch zwischen Vertretern des Stadtschulrats, dem Referat für Bildung und Sport (RBS) sowie einem Referenten des Oberbürgermeisters haben wir endlich eine Übergangslösung für unsere Schule gefunden. Wir und auch die Eltern sind damit zufrieden“, sagt Schulleiterin Bauer.

Die OGTS bestellt künftig das Essen bei einem externen Caterer und das RBS stellt die Infrastruktur zur Verfügung. Die städtische Campusküche bietet das Geschirr und nimmt das gelieferte Essen an. „Damit haben wir allerdings einen erhöhten Arbeitsaufwand und es ist keine nachhaltige Lösung.

Zuständigkeit für Mittagsverpflegung ist nicht geregelt

In Zukunft würden wir uns wünschen, dass das Essen direkt in der Campusküche frisch für die Kinder zubereitet wird“, so Bauer. Nach den Herbstferien beginnt die Verpflegung.

Andreas Haas, RBS-Sprecher, weist auf das bayernweite bürokratische Problem hin. Denn seit es die Ganztagsangebote gibt, habe der Freistaat nicht bestimmt, wer für die Mittagsverpflegung der Kinder zuständig ist – Stadt oder Land. Wenn nun an einer Schule „konkrete Probleme auftreten, sorgt dies immer wieder für große Herausforderungen“, so Haas.

Um nun die Rechtssicherheit zu klären, soll es ein weiteres Gespräch zwischen bayerischem Kultusministerium und RBS geben, wie Haas ankündigt. Wann, ist noch offen.

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