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Dating für alle ‒ Münchnerinnen schaffen Begegnungsort für Menschen mit Behinderung

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Von: Daniela Borsutzky

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Silvia Kreil (31, li.) aus Trudering und Jenny Erdmann (46) aus Sendling organisieren den „Treffpunkt“.
Silvia Kreil (31, li.) aus Trudering und Jenny Erdmann (46) aus Sendling organisieren den „Treffpunkt“. © Daniela Borsutzky

Mit dem „Treffpunkt“ wollen zwei Münchnerinnen einen Begegnungsort für Menschen mit Behinderung schaffen - wie das Projekt funktioniert und was dahinter steht.

Sendling-Westpark - Die Idee entsprang, als die Kolleginnen Silvia Kreil und Jenny Erdmann eine Serie schauten, in der junge Erwachsene mit Autismus die Welt der Liebe erforschen. Die beiden Münchnerinnen arbeiten in einer Heilpädagogischen Schule mit geistig behinderten Kindern in Daglfing. „Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass sich die Jugendlichen schwer tun, neue Leute zu treffen. Einfach mal in einer Kneipe jemanden kennenlernen, passiert bei ihnen nicht“, erzählt Kreil. „Aber natürlich haben sie auch das Bedürfnis nach Freundschaften, das Interesse an Partnerschaften, wollen sich verlieben.“

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Dating für Menschen mit Behinderung: Neuer „Treffpunkt“ zum Kennenlernen in Sendling-Westpark

Daher haben Kreil und Erdmann beschlossen, einen Begegnungsort für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Einen ersten „Treffpunkt“ haben die zwei bereits gefunden: Den Nachbarschaftstreff an der Hinterbärenbadstraße in Sendling-Westpark. Weitere Orte sollen folgen. „Sobald wir noch ein paar mehr Interessenten haben – vor allem Frauen – wollen wir starten“, sagt Erdmann.

Der Ablauf: Interessierte melden sich unter 0152/25 41 10 27 oder per E-Mail an anmeldung@treffpunkt-lieblingsmensch.de. Mithilfe eines Fragebogens werden Erwartungen und Interessen ermittelt. Dann erfolgt die Einladung zum „Treffpunkt“-Abend. „Das kann man sich wie Speed-Dating vorstellen. Jeweils zehn Minuten lernt man verschiedene Menschen kennen“, sagt Kreil. „Es wird auch Kommunikationshelfer geben“, ergänzt Erdmann. Das Angebot ist kostenlos. Die beiden hoffen, dass so viele „Lieblingsmenschen“ zueinander finden.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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