Unterschriftenaktion

Bürger fordern Ende des Parkchaos in Sendling: Stadt vertröstet wegen Haushaltslage

Flößergasse
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In der Flößergasse werden durch Dauerparker Parkplätze blockiert und Reinigungsarbeiten verhindert.

Bürger aus Neuhofen fordern eine Lösung für das Park- und Müllchaos an der Flößergasse. Die Stadt verschiebt geplante Umbauprojekte aufgrund des knappen Haushaltes.

Der Frust in Neuhofen ist groß. Seit Jahren kämpfen Anwohner für eine Verbesserung der Situation an der Flößergasse. Damit Dauerparker verschwinden, Anhängerkupplungen nicht mehr die Gehwege blockieren und das Müllproblem endet. Innerhalb weniger Tage haben sie für ihr Anliegen nun 85 Unterschriften gesammelt. Jetzt soll der Bezirksausschuss helfen.

Nachdem im Herbst vergangenen Jahres in direkter Nachbarschaft das Parklizenzgebiet Thalkirchen eingeführt wurde, habe sich die Situation für die Bewohner weiter verschlimmert, so Luis Wright. „Die Durchfahrt in der Flößergasse ist laufend vermüllt. Die Werkstatt Sendling argumentiert, dass wegen der Dauerparker nicht gereinigt werden kann. Es stehen dort überwiegend große Fahrzeuge, die die Übersichtlichkeit erschweren.“

Die Bürger fordern nun die Einführung eines Parklizenzgebietes mit Anwohnerparken. Neuhofen ist der letzte größere Bereich in Sendling, der bisher nicht in das Parkraummanagement der Stadt einbezogen wurde. Grund dafür sind geplante Umbaumaßnahmen an den Straßen, die sich seit 2014 verzögern.

Luis Wright wünscht sich ein Parklizenzgebiet für Neuhofen.

Einführung eines Parklizenzgebietes in Sendling: BA verabschiedet Antrag an Verwaltung

Das Sendlinger Viertelgremium hat bisher keine Pläne zum Umbau der Straßen erhalten, mit dem die Einführung des Parkgebietes einhergehen soll, so BA-Chef Markus Lutz (SPD). „Wir hätten die Umsetzung des Anwohnerparkens auch lieber schneller“, ergänzt er. Der BA hat nun einstimmig einen Antrag an die Verwaltung verabschiedet, der das Verfahren beschleunigen soll.

Die Stadt verweist auf einen Beschluss des Mobilitätsreferates von November vergangenen Jahres. Dieser sieht vor, den Straßenzug Flößergasse/Zechstraße dauerhaft umzugestalten und aufzuwerten. Vorgesehen sind unter anderem Begrünung, Radparkplätze und eine Mobilitätsstation. Wann genau der Umbau geschehen soll, ist unklar: „Aufgrund der aktuellen Haushaltslage der Stadt München infolge der Pandemie ist derzeit noch keine Nennung eines Zeithorizonts möglich“, heißt es auf Anfrage in einer Stellungnahme des Mobilitätsreferates.

Der Bereich müsste erst als Straße hergestellt werden, um als öffentliche Verkehrsfläche genutzt zu werden. Das schließe vor einem Umbau beschilderte Parkflächen aus. Den Anwohnern bleibt also nur, weiter auf die Bagger zu warten.

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