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Das Sprachrohr einer Generation ‒ die Seniorenvertretung München wird wieder gewählt

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Von: Daniela Borsutzky

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Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich in der Seniorenvertretung zu engagieren: wie Besuche in Altenheimen, Beratungen anbieten oder Anträge an die Stadtverwaltung zu stellen.
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich in der Seniorenvertretung zu engagieren: wie Besuche in Altenheimen, Beratungen anbieten oder Anträge an die Stadtverwaltung zu stellen. © dpa/Roland Weihrauch

Die Bewerbungsfrist für die Wahl der Seniorenvertretung wird verlängert. Obwohl sie für die Münchner Senioren wichtige Arbeit leistet, gibt zu wenig Kandidaten.

Update: 03. März

Da sich zu wenig Bewerber als Kandidaten für die Wahl für die Seniorenvertretung gemeldet haben, wird die Frist bis 14. März verlängert.

Kandidieren können alle, die am Wahltag (26. Juni 2022) das 60. Lebensjahr vollendet und seit mindestens 26. Dezember 2021 ununterbrochen mit Hauptwohnsitz in München gemeldet sind. Auch Bürger, die nicht über die deutsche Staatsangehörigkeit verfügen, können kandidieren.

Die Bewerbung muss am 14. März 2022 um 24 Uhr bei der Geschäftsstelle des Seniorenbeirats, Burgstraße 4, 80331 München, Zimmer 105 vorliegen.

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Das Sprachrohr einer Generation - die Seniorenvertretung München wird wieder gewählt

Erstmeldung: 22. Januar

München - Sie ist quasi das Sprachrohr der Generation 60plus: die Seniorenvertretung. Das parteiunabhängige, ehrenamtliche Gremium wird alle vier Jahre von Münchnern ab 60 Jahren gewählt. Heuer ist es wieder soweit (siehe Infokasten), wenngleich die derzeitige Amtszeit aufgrund der Pandemie um ein halbes Jahr verlängert wurde. Die Krise ist mit ein Grund, weshalb sich die Suche nach Kandidaten schwierig gestaltet.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Seniorenvertretung München: Suche nach Kandidaten Corona-bedingt schwer

Gewählt wird am 26. Juni per Brief, jeder Wahlberechtigte erhält automatisch Post. Noch bis zum 28. Februar können sich Kandidaten aufstellen lassen. Reinhard Bauer ist amtierender Vorsitzender des Seniorenbeirats, dem Beratungs- und Beschlussorgan der Seniorenvertretung. Er will sich erneut aufstellen lassen und hofft, dass es ihm möglichst viele gleichtun. Bauer schätzt, dass nur etwa die Hälfte der aktuellen Beauftragten wieder kandidieren wird.

Dabei seien ohnehin nur etwa drei Viertel der zu vergebenden Posten besetzt. „Es war schon immer schwierig, überhaupt Kandidaten zu finden“, sagt Bauer. Die Corona-Krise erschwere die Suche nun zusätzlich. Eine der Hürden: Bei erstmaliger Kandidatur muss der Wahlvorschlag von mindestens zehn Bürgern aus dem eigenen Viertel unterstützt werden. Und jeder Unterstützer darf nur für einen Kandidaten seine Unterschrift abgeben.

Reinhard Bauer ist amtierender Vorsitzender des Seniorenbeirats. Er hofft auf viele neue Kandidaten.
Reinhard Bauer ist amtierender Vorsitzender des Seniorenbeirats. Er hofft auf viele neue Kandidaten. © Benedikt Strobach

Seniorenvertretung München: so können Senioren ihre Interessen zeigen

Die Probleme bestätigen auch die Seniorenvertreter aus den Vierteln, wie Ingrid Appel aus Hadern. Sie beklagt, dass es derzeit schwierig sei, mögliche Kandidaten anzusprechen. Daher werben Appel und drei Mitstreiterinnen, die heuer im 20. Stadtbezirk erneut kandidieren, um weitere Senioren, „sich für diese schöne Aufgabe zu engagieren“. Für Hadern können insgesamt nämlich sieben Vertreter gewählt werden.

„Das Wichtigste ist, dass sich engagierte Leute einbringen“, betont Reinhard Bauer. „Ich wünsche mir, dass viele mitmachen und wir wieder ein Team bilden, das Themen konstruktiv voranbringt.“ Für den Lerchenauer ist die Seniorenvertretung ein „Baustein der sozialen Infrastruktur“, die zusammen mit Stadtrat, den Bezirksausschüssen und sozialen Verbänden im Austausch steht, um zusammen etwas zu erreichen. Der Zeitaufwand hänge vom persönlichen Einsatz des jeweiligen Vertreters ab, sei aber überschaubar.

Seniorenvertretung München: auch ohne deutsche Staatsangehörigkeit

Ein besonderes Anliegen ist es Reinhard Bauer heuer außerdem, dass mehr Ausländer mitmachen. Denn kandidieren können auch jene Ü60-Jährige, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben. Lediglich ihr Hauptwohnsitz muss seit mindestens 26. Dezember 2021 ununterbrochen München sein. „Ich habe erreicht, dass wir für sie extra sechs Posten im Beirat reservieren“, sagt Bauer.

Infos zur Wahl am 26. Juni

Für jeden der 25 Stadtbezirke in München werden ein Mitglied des Seniorenbeirats sowie Seniorenvertreter gewählt. Dafür gibt es je nach Anzahl der Über-60-Jährigen im Viertel zwischen drei und 15 Plätze. Insgesamt können für die kommende vierjährige Periode, die im September beginnt, 186 Personen in die Seniorenvertretung gewählt werden. Seine Stimme abgeben darf jeder, der in München wohnt und über 60 Jahre alt ist. Bewerbungsunterlagen für Kandidaten gibt es unter anderem in allen ASZs oder in der Geschäftsstelle des Seniorenbeirats, Burgstraße 4. Infos unter www.seniorenbeirat-muenchen.de.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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