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Kaum Mittagsbetreuung an Sollner Grundschule ‒ Eltern und BA fordern Hilfe von der Stadt

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Von: Theresa Reich

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An der Samberger Grundschule in Solln gibt es zu wenig Hortplätze. Die Stadt schaue tatenlos zu, kritisiert der Elternbeirat.
An der Samberger Grundschule in Solln gibt es zu wenig Hortplätze. Die Stadt schaue tatenlos zu, kritisiert der Elternbeirat. © Theresa Reich

In der Samberger Grundschule in Solln gibt es kaum Kapazitäten für Mittagsbetreuung: Elterninitiative, -beirat und BA fordern die Stadt jetzt zum Handeln auf.

Solln - Über 360 Kinder gehen in die Samberger Grundschule. Fast ein Drittel von ihnen hat keine Mittagsbetreuung. Die Eltern hätten keine Perspektive auf einen Platz, sagte Claudia Jendrewski in der jüngsten BA-Sitzung. Sie ist Sprecherin der Elterninitiative „Mitti“ – eine ehrenamtlich organisierte Aufsicht, die tagsüber etwa 100 Kinder aufnimmt. „Wir sind schon jetzt am Limit“, klagt sie. Zusammen mit weiteren Betroffenen hat sie den BA um Hilfe gebeten, der jetzt die Stadt zum Handeln auffordert.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Samberger Grundschule im münchenweiten Vergleich weit hinten: Eltern fordern Hilfe von Stadt

Für die Eltern bedeutet der Mangel an Hortplätzen: Einkommensverluste und zusätzlicher Stress, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen, wie die Dreifach-Mama und Elternbeirätin der Samberger Schule, Katrin Straub, weiß. Ihr Sohn hat keine Betreuung. Bisher organisiert sie das Familienleben. Ab Dezember möchte und muss die Medizinphysikerin wieder im Krankenhaus in der Strahlentherapie arbeiten. Problematisch sei nicht nur die finanzielle Situation. „Viel schlimmer ist das Gefühl, nicht arbeiten gehen zu können, obwohl man möchte. Häufig bleibt die Frau zu Hause“, betont Straub.

Im stadtweiten Vergleich falle die Samberger Schule weit zurück, erklärt Anke Sponer vom Elternbeirat der Münchner Grundschulen. „Die Versorgung liegt rund 25 Prozent unter dem Durchschnitt.“ Heißt, nur die Hälfte der Kinder wird im nächsten Schuljahr eine Mittagsbetreuung haben. Der Platzmangel sei das Hauptproblem. Die Stadt müsse mehr Räume schaffen, damit die Schule ab 2026 auf ein Ganztagesmodell umsteigen kann.

Betreuungs-Mangel an der Samberger Schule: Eltern hätten Anspruch

Zu diesem Zeitpunkt haben Eltern einen bundesweiten Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung für Erstklässler. Aber auch kurzfristige Lösungen müssten her. Sponer rät zum Bau eines Mensa-Pavillons auf der Schulwiese. Rektorin Brigitte Oberegger bestätigt: „Wir haben immer mehr Betreuungsbedarf, als wir abdecken können.“ Sie versuche bis zum neuen Schuljahr den Ganztagszug auszubauen. Aber letztlich müsse das die Verwaltung absegnen.

Konkrete Aussagen hierzu könne Andreas Haas, Sprecher des Referats für Bildung und Sport, noch nicht geben. Erst müsse eine Anfrage der Schule beantwortet werden. Aktuell befinde sich der Fall „in Prüfung“.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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