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Die Suche nach dem Maibräu-Rezept ‒ Münchner Sommeliers wollen das Bier der historischen Brauerei wiederbeleben

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Von: Theresa Reich

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Johannes Sauer und Thomas Götz wollen das Bier nachbrauen, das einst im ehemaligen Maibräu an der Lindwurmstraße produziert wurde.
Johannes Sauer und Thomas Götz wollen das Bier nachbrauen, das einst im ehemaligen Maibräu an der Lindwurmstraße produziert wurde. © Theresa Reich

Zwei Sommeliers aus München wollen das originale Maibier nachbrauen und sind auf der Suche nach dem Bier-Rezept des ehemaligen Maibräu an der Lindwurmstraße.

Zwei Bier-Sommeliers wollen den Geschmack der ehemaligen Mai-Brauerei wieder aufleben lassen. Ihre Suche nach dem Bier-Rezept, hergestellt von Brauer Friedrich Mai im 19. Jahrhundert im ehemaligen Maibräu an der Lindwurmstraße 122, hat sie jetzt in die jüngste Sitzung des Sendlinger BA gebracht.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

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Sie wollen das Maibier wieder brauen - Bier-Sommeliers aus München auf der Suche nach dem Maibräu-Rezept

„Wir kommen mit einer Herzensangelegenheit“, sagte Thomas Götz, Ideengeber und Hobby-Brauer. Er und sein Freund Johannes Sauer wollen in einer bio-zertifizierten Brauerei das original Maibier produzieren. Allerdings fehlen ihnen hierzu notwendige Geschichtsdetails.

Johannes Sauer (li.) und Thomas Götz.
Johannes Sauer (li.) und Thomas Götz. © Theresa Reich

Das Besondere des zwischen 1831 und 1900 hergestellte Getränks: „Vor 1870 trank man eher dunklere, vollmundigere Biere“, schwärmt Sauer. Ziel sei es, ein Bier zu entwickeln, das wieder „mehr Bumms“ habe. Im Juni wollen sie mit dem Brauen beginnen. Alles weitere – wie der Name des Biers – müsse erst noch geklärt werden. „Wir sind ganz am Anfang mit unserer Idee“, sagt Götz auf Nachfrage.

Im Hinblick auf den geplanten Abriss des Gebäudes (Hallo berichtete) befürworteten die Lokalpolitiker die Idee, das Maibräu in flüssiger Form in Erinnerung zu halten. BA-Chef Markus Lutz (SPD) wies darauf hin, dass der neue Investor, die Trivium-Immobiliengruppe, in dem Neubau eine Gastronomie vorsehe. „Dort könnte das Bier wieder verkauft werden“, schlug Lutz vor. Der BA empfahl den Bierbrauern das Stadtarchiv oder die Sendlinger Kulturschmiede zu kontaktieren.

Tipps fürs Bier

Wer Hinweise zum Maibräu-Bier hat, kann sich per E-Mail an johannes@bieristgut.de melden.

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