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Ermittlungen wegen Tötungsdelikt im Fall Sonja Engelbrecht ‒ Polizei München setzt hohe Belohnung aus

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Polizisten und Einsatzfahrzeuge stehen in einem Waldstück. Ein Waldarbeiter hatte dort einen Knochen gefunden - Ermittler fanden nun heraus, dass er von der vermissten Engelbrecht stamme, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München am Dienstag.
Ein Waldarbeiter hatte in einem Wald bei bei Kipfenberg einen Knochen gefunden - Die Polizei fanden heraus, dass er von der seit 1995 vermissten Sonja Engelbrecht stammt. © Friedrich/Vifogra/dpa

In einem Wald in Oberbayern wurde ein Knochen der seit 1995 vermissten Sonja Engelbrecht gefunden. Die Polizei München ruft erneut Zeugen zur Mithilfe auf.

Update: 28. Januar 2022

Im Sommer 2020 wurde in einem Wald bei Kipfenberg in Oberbayern ein menschlicher Oberschenkelknochen gefunden. Ein DNA-Treffer ergab einen Bezug auf die in München seit dem Jahr 1995 vermisste Sonja Engelbrecht. Die Münchner Mordkommission führt seit damals die Ermittlungen in dem Fall.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Ermittlungen wegen Tötungsdelikt - Polizei München setzt hohe Belohnung im Fall Sonja Engelbrecht aus

Aufgrund der neuesten Ermittlungsergebnisse wurde das Waldgebiet von Dienstag, 23.11.2021 bis zum Donnerstag, 25.11.2021 intensiv und aufwendig von der Polizei abgesucht.

Wie das Polizeipräsidium München mitteilt, waren an den einzelnen Tage zwischen 100 und 140 Polizeibeamte eingesetzt. Auch spezielle Leichensuchhunde wurden eingesetzt.

Bei der Suche wurden jedoch keine tatrelevanten Gegenstände gefunden. Die Ermittlungen beim zuständigen Kommissariat 11 des Polizeipräsidium München gehen in diesem Fall entsprechend weiter.

Die Polizei setzt in dem Fall Sonja Engelbrecht jetzt erneut eine Belohnung aus. Für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, wurde eine Belohnung von 10.000 Euro ausgelobt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtsweges erfolgt.

Zeugenaufruf der Polizei München

Personen, die entsprechende sachdienliche Angaben machen können, insbesondere zu möglichen Tatabläufen, Tätern oder sonstigen relevanten Beobachtungen, werden gebeten, sich umgehend mit dem sachbearbeitenden Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder auch jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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Knochen der seit 1995 vermissten Münchnerin Sonja Engelbrecht gefunden ‒ Wird der Fall doch noch aufgeklärt?

Erstmeldung: 23. November 2021

Vor 26 Jahren ist Sonja Engelbrecht in München spurlos verschwunden - nun kommt Bewegung in den Fall. Ein Waldarbeiter hat im Sommer 2020 in einem Waldstück bei Kipfenberg im oberbayerischen Landkreis Eichstätt einen Oberschenkelknochen gefunden. Ermittler fanden nun mit einer DNA-Untersuchung heraus, dass er von der vermissten Engelbrecht stamme, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München am Dienstag.

Nun suchen Polizeikräfte den Wald etwa 100 Kilometer nördlich von München nach weiteren sterblichen Überresten der Frau ab. Über die Todesursache könne man derzeit keine Aussage treffen, sagte der Polizeisprecher. Man vermute aber, dass Engelbrecht einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sei.

Nach Angaben des Sprechers fand der Waldarbeiter den Knochen bereits im Sommer 2020. Weil sich die technischen Möglichkeiten, DNA-Material zu typisieren, ständig weiter entwickelten, habe man den Körperteil schließlich der seit 26 Jahren vermissten Sonja Engelbrecht zuordnen können.

Knochen der seit 1995 vermissten Sonja Engelbrecht gefunden - Polizei München sucht Zeugen

Im April 1995 war die damals 19-jährige Fachoberschülerin verschwunden. Nach Erkenntnissen der Polizei hatte Engelbrechts damaliger Lebensgefährte sie zuletzt nachts an der Münchner Straßenbahnhaltestelle Stiglmaierplatz lebend gesehen. Danach gab es Spekulationen, die junge Frau könne entführt und getötet oder an Menschenhändler verkauft worden sein. Aufgeklärt wurde der Vermisstenfall damals nicht.

Die ermittelnde Münchner Mordkommission, die auch von Kollegen der KPI Ingolstadt mit unterstützt wurde, erhofft sich, weitere Hinweise zu Sonja Engelbrecht oder auch zusätzliches Beweismaterial aufzufinden.

Zeugenaufruf der Polizei München:

Wer hat ab dem Zeitpunkt 11.04.1995 Beobachtungen in dem Waldgebiet zwischen Kipfenberg und Pfahldorf machen können, die weitere Aufschlüsse geben können.

Personen, die hier sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem K 11 des PP München, Tel. 089/2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen

dpa/Polizeipräsidium München

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