Steckbrief

Florian Post ‒ SPD-Kandidat für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis München Nord

Florian Post tritt bei der Bundestagswahl als Kandidat für die SPD im Wahlkreis München Nord an.
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Florian Post tritt bei der Bundestagswahl als Kandidat für die SPD im Wahlkreis München Nord an.

Florian Post tritt im Wahlkreis 217 - München Nord - als Kandidat bei der Bundestagswahl 2021 für die SPD an. 

  • Florian Post
  • Alter: 40
  • Viertel (Wohnviertel nicht Stimmkreis): Maxvorstadt
  • Beruf: Bundestagsabgeordneter
  • Familienstand: seit letztem Jahr verheiratet und bald Vater von zwei Mädchen (Zwillingen)

Nation der Unzufriedenen: Was muss die Bundespolitik Ihrer Meinung nach aus der Pandemie lernen?

Die Beschaffung des Impfstoffes war eine Katastrophe. Da kann ich verstehen, dass die Leute sauer werden.

Ebenso sollte man auch andere Meinungen zu lassen. Man hat bisweilen das Gefühl, dass jeder, der das politische Vorgehen in der Pandemie kritisiert, sofort mundtot gemacht werden soll, indem man ihn in die rechte Ecke stellt. Ich habe im Bundestag gegen das Infektionsschutzgesetz gestimmt. Gegen die Parteilinie. Und ich habe Klage beim BVerfG gegen die krassen freiheitsbeschränkenden Maßnahmen eingelegt.

Generation Corona: Für Kinder und Jugendliche ist es jetzt wichtig, dass...

...sie schnell wieder ein normales Umfeld erleben. Mit anderen Kindern und Jugendlichen zusammenkommen. Sei es zum Spielen oder auch zum Party machen. Hier geht etwas verloren! Zudem muss man darauf achten, dass Niemand durch die vielen Unterrichtsausfälle abgehängt wird. Der Staat muss hier viel Geld in die Hand nehmen. Nicht nur Hilfen für die Wirtschaft, sondern auch hier bitteschön.

Welche Entscheidungen der Bundespolitik würden für besseres Klima und zukunftsfähigeren Verkehr in München sorgen?

Planungen für Bahnstrecken beschleunigen und auch für andere sinnvolle Projekte. Bei uns dauert so was locker mal 25 Jahre. All die, die einen besseren Bahnausbau fordern und für Umweltschutz sind, dürfen dann nicht klagen, wenn er stattfindet. Nicht jeder Feldhamster, der dort plötzlich gesichtet wird, darf ein Hinderungsgrund sein. Aber auch Lärmschutz für die Anwohner ist unabdingbar. Im Münchner Norden streiten wir uns deshalb schon viele Jahre mit der Bahn.

Welcher Impuls Ihrerseits fließt in die Bundespolitik ein, damit Wohnen in Ballungsräumen wie München bezahlbar bleibt?

Bezahlbarer Wohnraum steht und fällt damit, dass gebaut wird. Auch beim Vererben von Häusern und Wohnungen sollte die Erbschaftssteuer entfallen. Wer in den 80ern in München eine Immobilie erworben und diese in jahrelanger Arbeit abbezahlt hat, ist kein „Superreicher“ und die Erben sollten nicht zum Verkauf gezwungen werden. Das ist leider derzeit oftmals der Fall. Ich halte das für Unsinn, da dann Projektierer kaufen, abreißen, neu bauen und teuer neu vermieten.

Für München ist es ein Mehrwert, wenn ich in den Bundestag gewählt werde, weil...

... ich auch in der Vergangenheit oft bewiesen habe, dass ich nicht stur mit der Parteilinie stimme, sondern meinen eigenen Kopf habe. Zuerst das Land, dann die Partei! Ich sage auch meine Meinung offen, wenn es sein muss auch der SPD!

Was werden Sie an München vermissen, bzw worauf freuen Sie sich in Berlin?

Man ist ja nie lange weg. Dennoch vermisse ich jedes Mal die Münchner Lebensweise und die Liberalitas Bavariae. In Berlin freue ich mich dementsprechend immer auf den Bahnhof oder Flughafen, dann weiß ich, dass es wieder nach Hause nach München geht!

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