Steckbrief

Seija Knorr-Köning ‒ SPD-Kandidatin für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis München West/Mitte

Seija Knorr-Köning tritt bei der Bundestagswahl als Kandidatin für die SPD im Wahlkreis München West/Mitte an.
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Seija Knorr-Köning tritt bei der Bundestagswahl als Kandidatin für die SPD im Wahlkreis München West/Mitte an.

Seija Knorr-Köning tritt im Wahlkreis 220 - München West/Mitte - als Kandidatin bei der Bundestagswahl 2021 für die SPD an.

  • Seija Knorr-Köning
  • Alter: 27 Jahre
  • Viertel (Wohnviertel nicht Stimmkreis): Neuhausen
  • Beruf: Krankenschwester
  • Familienstand: verheiratet

Nation der Unzufriedenen: Was muss die Bundespolitik Ihrer Meinung nach aus der Pandemie lernen?

Ich würde nicht sagen, dass die Menschen unzufrieden sind, sondern eher ein gutes Gespür für soziale Ungerechtigkeit haben. Wir brauchen einen starken Sozialstaat, eine öffentliche Gesundheitsvorsorge, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und gute Arbeitsbedingungen mit Löhnen, die für ein gutes Leben reichen. Damit nicht ein Großteil des Lohnes für die Miete drauf geht braucht es einen Mietenstopp für fünf Jahre. Gespartes Geld fließt dann in Konsumgüter und das kurbelt die Wirtschaft an.

Generation Corona: Für Kinder und Jugendliche ist es jetzt wichtig, dass...

Wir den Kampf gegen Kinderarmut endlich ernst nehmen und die Kindergrundsicherung einführen. Es darf nicht vom Geldbeutel und Bildungsabschluss der Eltern abhängen, was ein Kind erreichen kann. Wir müssen investieren: in gut ausgestattete Schulen und kleine Klassen, aber auch in Freizeitaktivitäten wie Vereinen und Jugendtreffs. Chancengerechtigkeit darf nicht Leistungsdruck bedeuten sondern die Befähigung, sich in gesellschaftliche Themen einzumischen. Ich nehme ihre Themen mit nach Berlin!

Welche Entscheidungen der Bundespolitik würden für besseres Klima und zukunftsfähigeren Verkehr in München sorgen?

Ohne Bundesmittel wurde in München kein einziger Meter U-Bahn gebaut. Seit die CSU den Verkehrsminister stellt sind die Bundesmittel für den kommunalen ÖPNV-Ausbau viel zu gering, ähnliches gilt beim Radverkehr. Es braucht dringend Förderprogramme, die Stadt allein wird den Ausbau des ÖPNV nicht finanzieren können. Ähnliches gilt beim kommunalen Wohnungsbau und der energetischen Sanierung von Schulen und anderen kommunalen Gebäuden.

Welcher Impuls Ihrerseits fließt in die Bundespolitik ein, damit Wohnen in Ballungsräumen wie München bezahlbar bleibt?

München ist momentan für viele nicht bezahlbar – trotz aller kommunalen Anstrengungen. Selbst mit mittlerem Einkommen ist es bei Neuvermietungen immer herausfordernder, überhaupt eine bezahlbare Wohnung zu finden. Der derzeitige Wohnungsmarkt schafft immer noch mehr Ungerechtigkeit. Damit möchte ich brechen: Wohnraum muss für Menschen und nicht für Profite da sein. Ich fordere einen Mietendeckel und mehr Geld für den Neubau von kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungen.

Für München ist es ein Mehrwert, wenn ich in den Bundestag gewählt werde, weil ...

Ich die einzige progressive Kandidatin in meinem Wahlkreis bin, die nicht über die Liste abgesichert ist und damit die einzige zusätzliche Stimme für eine soziale Politik und die Interessen meiner Wähler*innen sein werde. Als Krankenschwester und junge Mama bringe ich Perspektiven mit, die in Berlin dringend mehr gehört werden muss. Ich kämpfe für das Recht auf Stadt für alle – München muss sozial ausgewogen sein, das wird nur mit der SPD und mir als Direktkandidatin möglich sein!

Was werden Sie an München vermissen, bzw worauf freuen Sie sich in Berlin?

Ich bin sicher, dass ich auch nach meiner Wahl in den Bundestag genug Zeit in München sein werde, da mir der direkte Kontakt zu meinen Wähler*innen viel bedeutet. Auch mein Amt als Jugendbeauftragte im Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg ist mir wichtig. Ich schätze, dass man im Bundestag sehr schnell in einer Polit-Blase aufgesogen werden kann, aber mein Mann und mein Sohn werden mich schon erden. Ansonsten freue ich mich auf Currywurst –die ist bekanntlich SPD und in Berlin besonders lecker.

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