Andere Vorschläge werden geprüft

München bekommt keine „Feiermeile“ ‒ Die Sperrung der Ludwigstraße am Wochenende ist vom Tisch

Die Sperrung der Ludwigstraße für Jugendliche am Wochenende ist vom Tisch. (Symbolbild)
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Die Sperrung der Ludwigstraße für Jugendliche am Wochenende ist vom Tisch. (Symbolbild)

Mit der Sperrung der Ludwigstraße am Wochenende sollten junge Münchner mehr Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien bekommen. Was die Stadt München stattdessen anbietet...

  • Keine Sperrung der Ludwigstraße an Wochenenden.
  • Junge Münchner sollten dort mehr Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien bekommen.
  • Die Stadt München prüft andere Vorschläge und verweist auf Sommerstraßen und den „Sommer in der Stadt“.

Die Sperrung der Ludwigstraße an den Wochenende, um jungen Münchnern mehr Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum zu bieten, ist vom Tisch. Wie die Stadt München am Montag mitteilte, wird der Vorschlag nicht weiter verfolgt.

Ich hatte die Fachreferate gebeten, diesen Vorschlag umgehend zu prüfen. Leider ist das Ergebnis eindeutig: Eine Sperrung der Ludwigstraße ist sowohl aus straßenverkehrsrechtlichen wie auch aus Infektionsschutzgründen nicht möglich.

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) appellierte am Montag an den Freistaat Bayern, wenigstens die Bars auch im Innenbereich zu öffnen. In einem nächsten Schritte könne dann in Zusammenarbeit mit den Clubs ein Konzept entwickelt werden, wie sicheres Feiern und Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene möglich sei.

Sperrung der Ludwigsstraße vom Tisch - München bekommt keine „Feiermeile“

Das Münchner Sozialreferat sei zudem im Austausch mit jungen Kollektiven (Zusammenschlüsse verschiedenster junge*r Künstler*innen und Kreativer aller Sparten), die verschiedene Orte in nicht-kommerzielle Veranstaltungs-Bereiche verwandeln wollen. Mögliche Orte würden aktuell diskutiert und die ersten davon sollen zu Beginn der kommenden Woche zusammen mit den Bezirksausschüssen begangen werden.

Neben diesen größeren Angeboten sollen auch kleinere Treffpunkte attraktiv gemacht werden. Dafür werde in einer stadtweiten Arbeitsgruppe abgeklärt, welche Plätze durch zusätzliche Sitzmöglichkeiten, Beleuchtung, Abfalleimer oder Toiletten anziehender gemachen werden könnten.

Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien: „Sommer in der Stadt“ und Sommerstraßen in München

Um in der Corona-Pandemie trotzdem eine Entzerrung an der beliebten „Feiermeile“ zu erreichen, würden derzeit weitere Vorschläge für mehr Aufenthaltsraum im Freien geprüft. Diese sollen die Angebote, wie Kultursommer und der „Sommer in der Stadt“ ergänzen.

Darüber hinaus werden auch heuer wieder mit den Sommerstraßen in ganz München zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien geschaffen.

In diesem Jahr sollen folgende Straßen zu Sommerstraßen werden:

  • Westenriederstraße zwischen Radlsteg und Frauenstraße (verkehrsberuhigter Bereich)
  • Holzplatz (Spielstraße)
  • Kurfürstenstraße zwischen Georgen- und Rambergstraße oder zwischen Ramberg- und Adalbertstraße (verkehrsberuhigter Bereich)
  • Apianstraße (verkehrsberuhigter Bereich)
  • Kuglerstraße/Schneckenburgstraße beim Spielplatz (Spielstraße)
  • Schöttlstraße zwischen Fall- und Leipartstraße (verkehrsberuhigter Bereich)
  • Südliche Auffahrtsallee (Spielstraße)
  • Nietzschestraße nördlich Georgenschwaigstraße (verkehrsberuhigter Bereich)
  • Sog. „Zugspitzplatz“ – nordöstliche Fahrbahn im Kreuzungsbereich Alpen-/Zugspitz-/St.-Martin-Straße (Spielstraße)
  • Franziska-Reindl-Platz (verkehrsberuhigter Bereich)

In den öffentlichen Grünanlagen der Stadt gebe es außerdem mehrere Angebote für junge Münchner, um sich zu treffen und sich sportlich zu betätigen. Aktuell gibt es in München u.a. über 35 Skateanlagen, 165 Bolz- und 180 Street- und Basketballplätze sowie vier Dirtbike-Anlagen.

LHM/jh

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