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Kontroverse um etwaige Verkehrsberuhigung: Anhänger der Spielstraße verweisen auf abgelehnte Anträge der Gegner

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Von: Katrin Hildebrand

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Philipp Reiber (links) und viele Nachbarn würden sich über die Spielstraße und die Verkehrsberuhigung sehr freuen.
Philipp Reiber (links) und viele Nachbarn würden sich über die Spielstraße und die Verkehrsberuhigung sehr freuen. © Katrin Hildebrand

Am Eck Kugler-/Schneckenburgerstraße soll nun doch eine Spielstraße und eine Art Park entstehen. Doch die Gegner des Planes geben nicht auf, die Stadt prüft das Thema nun.

Haidhausen - Erst war es eine Sommerstraße. Jetzt soll es eine Spielstraße werden – und eventuell eine Art Park. Doch die Planung für das Projekt rund um den Spielplatz am Eck Kugler-/Schneckenburgerstraße ist umstritten. Nach den Gegnern hat Hallo München nun die Befürworter getroffen.

„Ursprünglich ging es uns um einen sicheren Übergang für die Kinder an der Schneckenburgerstraße“, erklärt Anwohner Philipp Reiber die Historie der Idee. Die Situation vor Ort sei nämlich nicht ungefährlich. „Wenn es sich auf der Prinzregentenstraße staut, gibt es hier im Viertel immer wieder Schleichverkehr.“ An der Einmündung Kuglerstraße würden Autos oft zu schnell in die Rechts-vor-Links-Kreuzung fahren. Das sei besonders für Kinder, die sich auf dem Weg zur oder von der Flurschule nach Hause befänden, gefährlich. 140 Menschen haben schon vor ein paar Jahren eine Petition zur Verkehrsberuhigung unterzeichnet.

Spielstraße in Haidhausen: Anträge der Gegner alle abgelehnt, Stadt prüft Thema

2021 bekam das Viertel dann im problematischen Eck eine Sommerstraße. Das Stück südlich des Spielplatzes wurde von Ende Juni bis Ende September für den Verkehr gesperrt. Kinder konnten dort spielen und sporteln. Diese Möglichkeit will der BA nun verstetigen. „Bei der Einwohnerversammlung im Oktober setzten sich die Befürworter durch“, erklärt Reiber.

So gingen die Anträge auf eine dauerhafte Spielstraße, eine Verkehrsberuhigung der Schneckenburgerstraße und einen sicheren Übergang für Schulkinder durch. „Die Anträge der Gegner aber wurden alle abgelehnt“, erklärt Reiber. Diesem Meinungsbild gibt auch eine Umfrage des Mobilitätsreferats (MOR) unter Anwohnern recht: Dabei sprachen sich zwei Drittel der Befragten für die Beruhigung, ein Drittel dagegen aus. „Insbesondere Familien waren unter den Befürwortern, hautsächlich aufgrund der Spielmöglichkeiten“, erklärt MOR-Sprecherin Christina Warta auf Nachfrage. Die Stadt prüft nun das Thema unter Berücksichtigung aller Aspekte.

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