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Gemischte Reaktionen auf Pläne der Stadt, Sportvereine mit einer Million Euro zu entlasten

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Von: Ursula Löschau, Sabina Kläsener, Katrin Hildebrand

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Das geplante Entlastungspaket für Sportvereine von der Stadt wird beim TSV München-Ost kritisch gesehen.
Das geplante Entlastungspaket für Sportvereine von der Stadt wird beim TSV München-Ost kritisch gesehen. © TSV München-Ost

Die Stadt München will Sportvereine in der Energiekrise finanziell entlasten. Deshalb soll ein Finanzpaket beschlossen werden, dem die Vereine bisher aber kritisch entgegenblicken.

Eine Million Euro, um Münchner Sportvereine zu unterstützen: Das will die Rathauskoalition noch heuer beschließen. Auf Initiative der SPD/Volt-Fraktion sollen so die Vereine bei den rasant steigenden Energiepreisen entlastet werden. Diese gehen davon aus, dass sich die Strompreise verdreifachen – obwohl schon jetzt weniger geheizt werde, wie zum Beispiel beim TSV München-Ost. Der Zuschuss soll laut Fraktion im Spätsommer 2023 ausgezahlt werden, zusammen mit den regulären jährlichen Zuschüssen. Reicht eine Million Euro als Unterstützung für die circa 800 Sportvereine?

Entlastungspaket für Sportvereine: Vereine sehen Plan eher kritisch entgegen

Uli Hesse, Vorstand vom TSV München Ost, ist skeptisch: „Das ist leider bisher nur eine Willenserklärung der SPD.“ Nichts sei beschlossen, ein Gesprächstermin mit der Sportbürgermeisterin, den Fraktionen und den Vereinen abgesagt worden, bisher ohne Ersatz. Laut Hesse plant die Stadt, die Hälfte auf alle berechtigten Vereine zu verteilen, die andere an die 120 Vereine mit eigenen Anlagen. „Im Ergebnis bleibt für die einzelnen Vereine nicht besonders viel übrig.“ Für den TSV Ost rechnet er mit circa 5000 Euro. „Es wird auf keinen Fall die zu erwartenden Mehrkosten auch nur ansatzweise ausgleichen können.“

Auch der ESV München hat die Temperatur runtergeregelt, bei Duschen und in den Sälen. Welche Energiekosten auf den Verein zukommen, wisse man noch nicht. „Es gibt ungefähr fünf verschiedene Haushaltsentwürfe und keiner sieht gut aus“, erklärt Geschäftsführerin Pia Kraske. Sie kann zudem noch nicht abschätzen, in welchem Umfang der Verein im Münchner Westen von der zusätzlichen Unterstützung profitieren würde, da die Parameter noch nicht bekannt seien. Dass wohl vor allem Vereine mit eigenen Anlagen begünstigt würden, sei „ein Schritt in die richtige Richtung“.

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