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Stadtgestaltung bis 2040: Viel Zustimmung für die Projekte aus Pasing und Aubing – Kritik an Format

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Ein Landschaftspark auf dem Baumschul-Areal forderten 1023 Bürger im Online-Format.
Ein Landschaftspark auf dem Baumschul-Areal forderten 1023 Bürger im Online-Format. © Marie-Julie Hlawica

Im Rahmen einer Online-Befragung wurden Münchner Bürger zu Plänen für die Stadtentwicklung bis 2040 angehört. Das sind die Ergebnisse für den Westen:

MÜNCHEN-WEST Wie die Stadt in 18 Jahren aussehen soll – dazu konnten die Münchner in den vergangenen Wochen im Internet Vorschläge machen und diese gegenseitig bewerten. Die besten 15 Ideen wird Stadtbaurätin Elisabeth Merk am Montag, 23. Mai, mit den Initiatoren diskutieren. Bei dieser Veranstaltung wird der Münchner Westen stark vertreten sein.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Auf Platz 2 landeten der Bund Naturschutz und die Bürgerinitiative (BI) Landschaftspark West mit ihrer Forderung nach einem Landschaftspark auf dem Baumschul-Areal zwischen Pasing, Laim und Hadern. BI-Sprecherin Susanne Kopp sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir so gut abgeschnitten haben und so viele Leute wollen, dass ein Landschaftspark entsteht.“

Landschaftspark für Aubing-Pasing: Projekt bekommt viel Zuspruch

Für Verwunderung sorgt bei ihr allerdings, dass ein entgegengesetztes Anliegen auf Platz 4 liegt. Eine „Interessengemeinschaft der Eigentümer der Grundstücke an der Blumenauer Straße“ will auf ihren Flächen zwischen Perlschneider- und Senftenauerstraße eine Bebauung.

Das Gebiet, das auf dem geforderten Landschaftspark liegen würde, sei wegen seiner guten Infrastruktur (Buslinie 56, A96, Strom- und Wasseranschlüsse, Kita, Schulen, Westbad, Stadtpark) prädestiniert dafür. Das Anliegen fand allerdings nur Berücksichtigung, weil die Bürgerbeteiligung kurzfristig um eine Woche verlängert worden war. „Es ist schon sehr seltsam, dass kurz vor Schluss ein paar Bau-Befürworter aufgetaucht sind“, sagt Kopp.

Grundsätzlich begrüßt sie, dass die Bürger durch den Online-Dialog an der Stadtentwicklung beteiligt wurden. Allerdings habe das Format auch Schwächen gehabt. So hätten Teilnehmer für einen Vorschlag mehrmals abstimmen können und es sei nicht sichergestellt gewesen, dass nur Münchner mitmachen können. Auch die Verlängerung „ohne Angabe von Gründen“ kritisiert die Bürgerinitiative.

Stadtentwicklung bis 2040: Das will die Bürgervereinigung Aubing

Ähnlich sieht es die Bürgervereinigung Aubing, die gleich mit sechs Anliegen in den Top 15 auftaucht:

Zwar seien die Ergebnisse ein schöner Erfolg, allerdings biete das Beteiligungsformat Verbesserungspotenzial.

Kritik kommt auch vom Bund der Münchner Bürgerinitiativen: Es sei kein geeignetes Instrument für eine Öffentlichkeitsbeteiligung, da die Technik nicht reibungslos funktioniere und es mehrere Manipulationsmöglichkeiten gegeben habe.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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