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Die Bücherei in Freiham soll Ende 2023 ebenso wie das Kulturzentrum öffnen – das ist geplant

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Von: Andreas Schwarzbauer

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In den beiden unteren Geschossen soll Ende 2023 die Stadtbibliothek einziehen.
In den beiden unteren Geschossen soll Ende 2023 die Stadtbibliothek einziehen. © Andreas Schwarzbauer

Im kommenden Jahr sollen in Freiham das neue Kulturzentrum und die Stadtbibliothek eröffnen. Hallo fasst zusammen, was für beide Einrichtungen geplant ist:

München / Freiham ‒ Im Quartierszentrum in Freiham entsteht Münchens flächenmäßig größte Stadtteilbibliothek. Die Bücherei an der Grete-Weil-Straße wird 1400 Quadratmeter groß und sich über zwei Stockwerke erstrecken. Im Erdgeschoss sind Sitz- und Aufenthaltsflächen und ein 100 Quadratmeter großer Lesegarten im Freien geplant.

Zudem werden Zeitungen, Magazine und ausgewählte Medien ausliegen. Im Obergeschoss sind ein Spielpodest für Kinder sowie 80 Plätze mit Lernkabinen und Gruppenarbeitszimmern vorgesehen. Zudem wird es einen Gaming-Bereich, einen Ruheraum, eine Ideenwerkstatt für Workshops und einen großen Veranstaltungsraum geben.

Stadtbibliothek Freiham: Das ist geplant

Die Rückgabe wird rund um die Uhr möglich sein. Durch einen Open-Library-Betrieb, bei dem die Besucher die Bücherei auch ohne Personal nutzen können, sind längere Öffnungszeiten beispielsweise von 8 bis 22 Uhr möglich. Ein wichtiger Aspekt ist für die Stadt auch, dass die Bibliothek möglichst für alle Nutzer geeignet sein soll. Daher wird es ein Leitsystem mit Bildern, Symbolen, einfacher Sprache und taktilen Elementen geben. Insgesamt 20 Mitarbeiter werden in Freiham tätig sein.

Ende 2023 soll die Einrichtung öffnen. Für die Ausstattung und den Betrieb hat der Stadtrat für das kommende Jahr einen Etat von 1,7 Millionen Euro bewilligt. Ab 2024 steigt dieser auf 2,1 Millionen Euro. Die Bibliothek teilt sich ihr Gebäude mit dem Kultur-, einem Familienzentrum, einem Gesundheitstreff sowie einem Bildungslokal. Kulturreferent Anton Biebl sagt: „Wir tragen zu einer Stadtentwicklung bei, die mit der gelungenen Verbindung von Wohnen, Arbeit und Freizeit urbane Lebensqualität schafft. Die Idee, alles Nötige im eigenen Viertel vorzufinden, ist auch ökologisch sinnvoll. Kurze Wege verhindern unnötige Fahrten.“

Das ist für das Kulturzentrum Freiham geplant

Auch das Kulturzentrum soll Ende 2023 eröffnen. Es bezieht den westlichen Teil des Neubaus. Über einen Windfang öffnet sich ein 87 Quadratmeter großes Foyer, das nicht nur als Eingangsbereich, sondern auch Ausstellungsfläche dienen soll. Herzstück ist der Veranstaltungssaal mit fester Bühne und Platz für rund 225 Personen. Dort können Theateraufführungen, Konzerte und Tanzveranstaltungen, Vorträge, Bürgerversammlungen oder Vereinssitzungen stattfinden.

Zudem gibt es ein Lager für Möbel und Bühnenelemente, drei Künstlergarderoben und einen Sanitärbereich. Östlich des Foyers schließt sich ein Trakt mit drei Gruppenräumen für zehn bis 20 Personen an. Einer davon ist als Ort für Handwerks- und Kreativkurse sowie Repair Cafés gedacht. Durch die Küche mit Theke an der Stirnseite des Foyers können Besucher von Veranstaltungen versorgt werden. In einem Büroraum sind drei Arbeitsplätze für den Betrieb des Stadtteilkulturzentrums vorgesehen.

Träger ist die gemeinnützige Gesellschaft Quarter M, die auch das Ubo 9 in Aubing betreibt. Die Programmschwerpunkte sollen in Beteiligungsformaten mit den Bürgern erarbeitet werden. Ein Fokus soll dabei darauf liegen, Kinder, Jugendliche, junge Familien und Menschen mit Migrationshintergrund anzusprechen

Die Arbeit von Quarter M wird ein Nutzerbeirat mit Vertretern des Bezirksausschusses, örtlichen Künstlern und Vertretern der hiesigen Vereine begleiten. Die Stadt fördert beide Kultureinrichtungen mit insgesamt 600 000 Euro jährlich.

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