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Bei Aktion vor dem Pelkovenschlössl zum Stadtteil-Kulturtag werden besondere Anwohner vorgestellt

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Von: Benedikt Strobach

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An den drei Bäumen vor dem Pelkovenschlössl sollen die Fotos der „Moosach-Macher“ im A2-Format ab dem 12. November aufgehängt werden. Leiterin Julia Schönfeld-Knor zeigt ein Beispielbild. Zu jedem Foto kommt noch ein Satz, was die Person für Moosach leistet.
An den drei Bäumen vor dem Pelkovenschlössl sollen die Fotos der „Moosach-Macher“ im A2-Format ab dem 12. November aufgehängt werden. Leiterin Julia Schönfeld-Knor zeigt ein Beispielbild. Zu jedem Foto kommt noch ein Satz, was die Person für Moosach leistet. © Benedikt Strobach

Bald findet der münchenweite Stadtteil-Kulturtag statt und Moosach widmet den Tag besonderen Bürgen aus dem Viertel. Wer das ist und was geplant ist:

Moosach Was macht einen Stadtbezirk zu dem, was er ist? Oder noch wichtiger: Wer prägt ihn? Dieser Frage ist das Kultur- und Bürgerhaus Pelkovenschlössl in Moosach nachgegangen. Herausgekommen ist eine besondere Ausstellung, die beim münchenweiten Tag der Stadtteilkultur, dem sogenannten „Restart Festival“, am Samstag, 12. November, startet.

„Wir haben uns gefragt, welches partizipative Element wir beisteuern können“, erklärt Julia Schönfeld-Knor, Leiterin des Pelkovenschlössls. „Aus der Frage, was Moosach gut präsentieren würde, kam die Idee, es den Anwohnern zu überlassen.“ So entstand „Wer macht Moosach?“.

Moosacher Stadtteil-Kulturtag: Besondere Moosacher online vorgeschlagen

„Wir haben online dazu aufgerufen, Viertelbewohner vorzuschlagen, die den Stadtteil prägen, und in einem Satz zu erklären, wieso sie das tun“, erklärt Schönfeld-Knor. Dabei seien knapp 30 Vorschläge zusammengekommen. Die Auswahl ist vielfältig: „Es wurden etwa Tänzerinnen, Bedienungen, Seniorenvertreter oder Reinigungskräfte genannt“, sagt die Moosacherin. Der Plan sei, die Fotos mit den Erklärungen für eine Woche an den Bäumen vor dem Pelkovenschlössl aufzuhängen. „Das ist aber wetterabhängig“, betont Schönfeld-Knor.

Hallo hat mit einigen Teilnehmerinnen gesprochen – und erklärt, warum sie gewählt wurden sowie warum sie den Kultur-­Neustart wichtig finden.

Teilnehmer am Moosacher Stadtteil-Kulturtag: Sie trifft die richtigen Töne

Adelaide Kiefl (63) glaubt zu wissen, wer sie nominiert haben könnte: „Vermutlich war es jemand aus unserem Laienorchester.“ Seit über 30 Jahren lebt die Berufsmusikerin in Moosach, bietet ähnlich lange schon Querflötenunterricht für Kinder und Erwachsene an. „Ich will damit Neueinsteiger fördern“, sagt die Moosacherin. Dass die Kultur wieder voll auflebt, freut sie. „Es ist unglaublich wichtig. Man merkt den Menschen an, wie sehr sie sich wieder über das gemeinsame Musizieren in Person freuen, sie lechzen regelrecht danach.“ 

Adelaide Kiefl
Adelaide Kiefl © Benedikt Strobach

Teilnehmer am Moosacher Stadtteil-Kulturtag: Die Vergangenheit im Blick

Johanna Salzhuber (73) ist im Geschichtsverein aktiv. „Viele, die länger hier wohnen, wissen unsere Arbeit sehr zu schätzen“, sagt sie. Seit 2009 arbeitet der Verein an Moosachs Historie. „Zuletzt haben wir dem Spieglwirt zur Wiedereröffnung etliche Bilder des früheren Moosachs gegeben.“ Das Kulturangebot um Pelkovenschlössl, Wirtshäuser, Kunsttreff und Kirchen schätzt sie sehr.

Johanna Salzhuber
Johanna Salzhuber © Benedikt Strobach

Teilnehmer am Moosacher Stadtteil-Kulturtag: Spaß an Tanz und Theater haben

Judith Seibert (44) fühle sich „total geehrt“, dass sie nominiert wurde. Die Tänzerin veranstaltet ein Tanztheater für Kinder und ist Lehrerin im Tanzstudio Beweggrund. Sie merke jeden Tag, wie wichtig der Kultur-Restart ist. „Die Leute sind anfangs vorsichtig, zeigen aber sehr schnell eine befreite Begeisterung.“ Sie erfreue vor allem die Entwicklung Moosachs. „Der Bezirk ist vom Scherben- zum Identifikationsviertel geworden.“

Judith Seibert
Judith Seibert © Benedikt Strobach

Teilnehmer am Moosacher Stadtteil-Kulturtag: Nach Gesundheit das Wichtigste

Rose Bihler Shah (63) liebt die Kultur im Stadtbezirk. „Sie ist nach der Gesundheit das Wichtigste. Wir haben ein professionelles, abwechslungsreiches Angebot im Pelkovenschlössl“, sagt sie. Die Chorleiterin und Sängerin gibt auch seit über 30 Jahren Sprachunterricht für Kinder und Jugendliche, hat zudem für den Erhalt eines alten Hofes an der Pelkovenstraße gekämpft. „Die Entwicklung des Stadtteils ist unglaublich schön.“

Rose Bihler Shah
Rose Bihler Shah © Benedikt Strobach

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