NO2-Ausstoß

Positiver Trend in München ‒ Stadt veröffentlicht Stickstoffdioxid-Messungen für das erste Halbjahr 2021

Stickstoffdioxid-Messungen
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Die Stickstoffdioxid-Messungen in München werden seit 2018 durchgeführt - die Messwerte zeigen derzeit einen positiven Trend.

Im ersten Halbjahr 2021 ist die Stadt München mit den Stickstoffdioxid -Messungen zufrieden. Sorgen machen die Tegernseer Landstraße und die Chiemgaustraße...

  • Positiver Trend bei Stickstoffdioxid (NO2)-Messungen in München.
  • Stadt legt Halbjahres-Bilanz 2021 vor.
  • Die Standorte Tegernseer Landstraße und Chiemgaustraße machen Sorgen.

Seit Anfang 2018 werden in München Stickstoffdioxid (NO2)-Messungen repräsentativen Standorten im Stadtgebiet durchgeführt - nun liegt die Halbjahres-Bilanz für Januar bis Juni 2021 vor.

Im Vergleich mit den vorangegangenen Jahren, insbesondere seit Beginn der Messkampagne 2018, sei für alle Standorte ein kontinuierlicher Rückgang der NO2 -Belastung festzustellen.

„Der positive Trend verstetigt sich. Münchens Luftqualität verbessert sich weiter, auch wenn die Verkehrszahlen wieder langsam zunehmen“, stellt Umweltreferentin Christine Kugler erfreut fest.

Betrachtet man das gesamte erste Halbjahr 2021 werden jedoch an zwei Messpunkten am Mittleren Ring, der Tegernseer Landstraße 150 (46 µg/m³) und der Chiemgaustraße 140 (41 µg/m³) die gesetzlichen Jahresmittelgrenzwerts von 40 µg/m³ überschritten.

Stickstoffdioxid-Messungen in München für das Halbjahr 2021 ist positiv

Die Stadt München weißt jedoch darauf hin, dass die Messwerte des ersten Halbjahres nur als vorläufige Tendenz zu verstehen sind. Ein Rückschluss für das gesamte Jahr sei verfrüht, weitere Entwicklung der Verkehrsmenge sowie wetter- und jahreszeitlich bedingte Einflüsse auf die lufthygienische Situation sind noch abzuwarten.

Stickstoffdioxid (NO2)

Bei Stickstoffdioxid gibt es zwei Grenzwerte: Einen Jahresmittelwert in Höhe von 40 µg/m³ und einen 1-Stundenmittelwert, der bei 200 µg/m³ liegt und 18 mal innerhalb eines Jahres überschritten werden darf.

In München wird der Grenzwert für den Stundenmittelwert für Stickstoffdioxid seit 2016 eingehalten, jedoch wird der Jahresgrenzwert von 40 µg/m³ an der LÜB (Lufthygienisches Landesüberwachungssystem Bayern)-Station an der Landshuter Allee deutlich überschritten. Der Jahresmittelwert am Stachus konnte im Jahr 2020 erstmalig eingehalten werden.

Überschreitungen des NO2-Grenzwertes für das Jahresmittel treten nicht nur an den LÜB-Stationen auf, sondern sind allgemein an Hauptverkehrsstraßen mit hoher Verkehrsbelastung und Randbebauung festzustellen.

LHM/jh

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