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Lokführer beendet Streik bei der Deutschen Bahn ‒ Zugverkehr in Bayern normalisiert sich wieder

Der Streik der GDL-Lokführer bei der Deutschen Bahn ist beendet.
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Der Streik der GDL-Lokführer bei der Deutschen Bahn ist beendet.

Die Lokführer der Gewerkschaft GDL beenden ihren Streik bei der Deutschen Bahn. Die Züge fahren weitgehend normal, vereinzelt kann es noch zu Einschränkungen kommen.

  • Der Streik der GDL-Lokführer bei der Deutschen Bahn ist beendet.
  • In Bayern normalisiert sich der Zugverkehr.
  • In München fahren S-Bahnen weitgehend nach Plan.

Update: 13. August

Ende des Streik der GDL-Lokführer bei der Deutschen Bahn

Nach dem Ende des Streiks der Lokführer-Gewerkschaft GDL ist der Bahnverkehr in Bayern weitgehend normal angelaufen. Das Ziel sei, im Laufe des Freitags wieder komplett nach Plan zu fahren, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Freitagmorgen. 

Das gelte sowohl für den Fern-und Regionalverkehr als auch für die S-Bahnen, etwa im Großraum München. Vereinzelt kann es demnach aber noch zu Einschränkungen kommen. Reisende und Pendler sollten sich daher vor Fahrtantritt im Internet über ihre Verbindung informieren. 

Die Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft GDL hatten in der Nacht zu Mittwoch die Arbeit im Personenverkehr niedergelegt, um Druck für eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen zu machen.

Wegen des Ausstands waren im Fernverkehrs bis zu 75 Prozent der Verbindungen gestrichen worden. Es sind weitere Streiks möglich, dieses Wochenende wird es jedoch nicht treffen.

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Update: 12. August

Zweiter Streik-Tag der Lokführer: Züge der Deutschen Bahn fallen aus - Ersatzfahrplan bei S-Bahn in München

Der Streik der Lokführer der Gewerkschaft GDL führt auch am Donnerstag zu vielen Zug-Ausfällen. Es gelte weiter ein Ersatzfahrplan, sagte ein Bahnsprecher.

Im Fernverkehr fuhren am Mittwoch bundesweit rund 25 Prozent der Züge, im Regionalverkehr etwa 40 Prozent. Dieses Niveau sei auch für den Donnerstag geplant. Im Regionalverkehr gibt es demnach erhebliche lokale Unterschiede.

In München ist auch die S-Bahn stark von dem Streik betroffen. Die meisten Linien sollen laut Ersatzfahrplan mindestens im Stundentakt fahren. Auf einigen Strecken ist ein Abstand von 20 bis 40 Minuten geplant. Für die Linie 8 zum Flughafen sieht der Ersatzfahrplan einen 20-Minuten-Takt vor.

Der Ersatzplan der S-Bahn in München im Überblick

  • Die Linie S 1 verkehrt nur zwischen Leuchtenbergring und Freising (nicht bis zum Flughafen) im 20 bis 40 Minuten Takt.
  • Die Linie S 2 verkehrt in den Außenbereichen im Stundentakt, zwischen Dachau und Markt Schwaben alle 20 bis 40 Minuten (Achtung: Haltausfälle in Poing und Heimstetten wegen Bauarbeiten).
  • Die Linie S 3 verkehrt in den Außenbereichen im Stundentakt, zwischen Maisach und Ostbahnhof alle 20 bis 40 Minuten.
  • Die Linie S 4 verkehrt zwischen Geltendorf und Haar im Stundentakt, zwischen Buchenau und Trudering alle 20 bis 40 Minuten.
  • Die Linie S 6 verkehrt im Stundentakt. Baubedingt entfallen die Zwischenhalte zwischen Berg am Laim und Grafing Bahnhof (Achtung: Auf der Strecke S4/S6 Ost laufen Bauarbeiten mit Schienenersatzverkehr).
  • Die Linie S 7 verkehrt im Stundentakt.
  • Die Linie S 8 verkehrt zwischen Pasing und Flughafen im 20 Minuten Takt, in den westlichen Außenästen ab/bis Germering alle 20 bis 40 Minuten und ab/bis Herrsching alle 60 Minuten.
  • Die Linie S 20 entfällt.


Die Gewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn. So sind im Regionalverkehr in Bayern auf vielen Strecken Privatbahnen unterwegs. In Folge des Streiks sind aber auch bei ihnen Einschränkungen möglich.

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Update: 11. August

Streik bei der Deutschen Bahn betrifft auch die S-Bahn in München

Die Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn hat begonnen und sorgt in Bayern für zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen. Wo die Streikschwerpunkte im Freistaat liegen, war am Mittwochmorgen zunächst nicht bekannt. Zwar gilt ein Ersatzfahrplan, einem DB-Sprecher zufolge sind jedoch nur rund 25 Prozent der Züge im Einsatz. Vor allem im Regionalverkehr gebe es erhebliche Unterschiede.

Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn. So sind etwa im Regionalverkehr in Bayern auf vielen Strecken Privatbahnen unterwegs. In Folge des Streiks sind aber auch bei ihnen Einschränkungen möglich.

In München sollen die S-Bahnen mindestens im Stundentakt fahren. Auf einigen Linien innerhalb der Landeshauptstadt auch im Abstand von 20 bis 40 Minuten, sagte ein Sprecher der S-Bahn München am Mittwoch. Für die S8 zum Flughafen sieht der Ersatzfahrplan einen generellen 20-Minuten-Takt vor.

Die S-Bahn München hat für Mittwoch, 11.08.2021, 02:00 Uhr bis Freitag, 13.08.2021, 02:00 Uhr einen Ersatzfahrplan erarbeitet.

Trotz der massiven Einschränkungen herrschte auf den Straßen am Mittwochmorgen zunächst weitgehend normaler Verkehr. So wurden in und um München zunächst keine größeren Auswirkungen gemeldet. Besonderheiten gab es einem Polizeisprecher zufolge nicht.

Streik bei der Deutschen Bahn - GDL-Lokführer legen am Mittwoch die Arbeit nieder

Schon seit Dienstagabend bestreikt die GDL den Güterverkehr. Die Gewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder.

Am Dienstag hatte die Gewerkschaft angekündigt, den Fern- und Regionalverkehr ab Mittwoch, 2.00 Uhr, für 48 Stunden bundesweit zu bestreiken.

Die GDL-Mitglieder streiken offiziell für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken.

Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.

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Update: 14.31 Uhr

Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn wegen Streik der Lokführer - Nur 75 Prozent der Züge fahren

Es sind schlechte Aussichten für Urlauber die von München aus mit dem Zug in die Sommerferien starten wollen. Die Deutsche Bahn muss wegen dem Streik der Lokführer 75 Prozent der Fernzüge für Mittwoch und Donnerstag streichen. Erst ab Freitag könnte ein weitgehend störungsfreier Ablauf erwartet werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Berlin mit.

Priorität haben nach Bahn-Angaben die besonders stark genutzten Verbindungen wie zwischen Berlin und dem Rhein-Ruhr-Gebiet, zwischen Hamburg und Frankfurt sowie die Anbindung wichtiger Bahnhöfe und Flughäfen. Ziel sei ein zweistündliches Angebot mit besonders langen Zügen auf den Hauptachsen.

Kunden werden gebeten, ihre Reise möglichst zu verschieben, da es auch trotz des Ersatzfahrplans nicht garantiert werden könne, dass alle Reisenden an ihr Ziel kommen.

Gegenüber den Kunden wolle man sich sehr kulant zeigen. Die für den Streikzeitraum gelösten Karten könnten bis einschließlich dem 20. August bei aufgehobener Zugbindung genutzt oder erstattet werden.

Beim Regionalverkehr werde das ebenfalls sehr eingeschränkte Angebot regional sehr stark schwanken. Es gehe in den Metropolregionen und im ländlichen Raum darum, ein Grundangebot für Schüler und Pendler sowie wichtige Zubringer zu Fernverkehrszügen oder Flughäfen beizubehalten.

Der stellvertretende Landesvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Lukas Iffländer, sagte: „Wahrscheinlich trifft es in München und Nürnberg die S-Bahn.“ Er rechnet mit einer massiven Ausdünnung, verkürzten Strecken und längeren Taktzeiten.

Die Informationen würden so schnell wie möglich in die elektronischen Informationssysteme eingepflegt. Der Ersatzfahrplan für den Fernverkehr sollte ab 15.00 Uhr in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator abrufbar sein.

Am Morgen hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einen Streik im Personenverkehr für zwei Tage angekündigt. Im Güterverkehr sollte bereits ab Dienstagabend gestreikt werden.

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Update: 13.13 Uhr

Streik der DB-Lokführer am Dienstag - Deutsche Bahn arbeitet an Ersatzfahrplänen

Die Deutsche Bahn stellt wegen des angekündigten Streiks der Lokführer Ersatzfahrpläne auf. Diese sollten am Dienstag um 15.00 Uhr auf der DB-Website veröffentlicht werden, kündigte Vorstandsmitglied Martin Seiler am Dienstag an.

„Wir wollen so viel wie möglich fahren.“ Den Fahrgästen wolle man maximale Kulanz gewähren.

Die Lokführergewerkschaft GDL will am Dienstagabend ihren Streik beginnen, zunächst im Güterverkehr, am Mittwoch dann auch im Personenverkehr. Seiler bekräftigte, die Bahn sei jederzeit bereit, die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft wieder aufzunehmen.

Update: 10. August, 11.29 Uhr

Streik bei der Deutschen Bahn - DB-Lokführer legen Arbeit am Dienstag nieder

Die Züge am Münchner Hauptbahnhof stehen Mitten in den Sommerferien still. Die Lokführergewerkschaft GDL ruft ihre Mitglieder bereits für diesen Dienstag zum Streik bei der Deutschen Bahn auf. Er soll im Güterverkehr am Abend um 19.00 Uhr beginnen.

Es folgt ein bundesweiter 48-stündiger Streik im Personenverkehr und in der Bahn-Infrastruktur vom Mittwoch, 2.00 Uhr, bis Freitag, 2.00 Uhr, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Dienstag in Frankfurt.

Die Bahn hatte am Montag keine Details zu Notfallplänen genannt. Beim letzten GDL-Lokführer-Streik vor sechs Jahren hatte man einen Notfahrplan erstellt, um zumindest etwas Betrieb aufrechtzuerhalten.

Im Fernverkehr konnte etwa ein Drittel der Züge fahren, vor allem auf den Hauptstrecken vom Ruhrgebiet nach Osten sowie von Hamburg nach Süden. Auch im Regionalverkehr und bei S-Bahnen dürfte bei einem Lokführerstreik ein Großteil der Züge ausfallen.

Der gestörte Betriebsablauf könnte dann auch bei Konkurrenten der Deutschen Bahn zu Einschränkungen führen.

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Münchner Urlaubsreisen in Gefahr? Großstreik bei der Deutschen Bahn in den Sommerferien möglich

Erstmeldung: 09. August

München - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am Montag mit der Auszählung der Mitgliederstimmen zu möglichen Streiks bei der Deutschen Bahn (DB) begonnen. Sollte die Entscheidung zu einem Großstreik fallen, sind auch in München Auswirkungen denkbar.

„Wir erwarten über 90 Prozent Zustimmung zum Streik„, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Das Ergebnis der Urabstimmung und weitere Details zu den möglichen Arbeitskampfmaßnamen will er am Dienstag bekanntgeben. Notwendig sei die Zustimmung von 75 Prozent der abgegebenen Stimmen, aber keine Mindestbeteiligung.

München: Bahn-Streik in den Sommerferien?

„Die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sind es leid, dass sich die Führungskräfte mit Millionen die Taschen füllen und dass die kleinen Eisenbahner mit Null- und Minusrunden abgespeist werden“, sagte Weselsky. Die Tarifverhandlungen mit der Bahn seien gescheitert, das Angebot der DB sei „viel zu wenig“ .Zum Zeitpunkt eines möglichen Streiks wollte der GDL-Chef noch keine Angaben machen. Dies hänge auch von dem Ergebnis der Urabstimmung ab, sagte er. Mit Blick auf die Ferien sagte Weselsky, allen Beteiligten sei bewusst, dass es „keinen guten Zeitpunkt für einen Streik bei der Eisenbahn“ gebe. Die Maßnahmen würden jedoch rechtzeitig angekündigt.

Zum Hintergrund:

In dem Tarifkonflikt hatte die Bahn der Gewerkschaft ein zweites Angebot gemacht. Es sieht eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent in zwei Schritten sowie weitere Leistungen etwa bei Altersvorsorge und einen Kündigungsschutz vor. Auseinander liegen die Tarifparteien bei der Laufzeit und beim Tempo der Erhöhungen.

In dem Konflikt geht es im Hintergrund aber auch um die Konkurrenz der GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Das seit Jahresbeginn geltende Tarifeinheitsgesetz (TEG) schreibt vor, dass in einem Betrieb der Tarifvertrag mit der Gewerkschaft gilt, die dort die meisten Mitglieder hat. Die GDL möchte ihren Einfluss ausbauen.

Die Bahn hatte Mitte Juli als Kompromiss vorgeschlagen, dass künftig die Tarifverträge beider Gewerkschaften in einem Betrieb nebeneinander zur Anwendung kommen. Für ein GDL-Mitglied gälte dann das GDL-Tarifwerk, für ein EVG-Mitglied das EVG-Tarifwerk. Nichtorganisierte könnten zwischen einem der beiden Tarifwerke wählen. Dies lehnte die GDL Ende Juli ab. Die Bahn warf der Gewerkschaft zuletzt „egoistische Machtinteressen“ vor.

Quellen: afp/dpa/kf

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