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Streik an Kliniken in München: Die Belastung der Mitarbeiter steigt wegen Corona, aber die Bezahlung nicht

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Beschäftigte im Gesundheitswesen nehmen vor dem Klinikum in Großhadern an einem Warnstreik teil und halten dabei ein Plakat mit der Aufschrift «Erst Klatschen am Balkon - dann Klatsche ins Gesicht» hoch. In der laufende Tarifrunde fordert Verdi fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich. Im Gesundheitswesen werden 300 Euro im Monat mehr verlangt.
Streik vor dem Klinikum in Großhadern in München. © Sven Hoppe/dpa

Mitarbeiter an den Uni-Kliniken in München, am Klinikum rechts der Isar und im Deutschen Herzzentrum streiken für eine bessere Bezahlung im Gesundheitswesen.

Gerade für die Mitarbeiter in den Krankenhäusern ist die Belastung während der Corona-Pandemie stark gestiegen - vor allem in Anbetracht der hohen Zahlen. Auch in München steigt die Inzidenz stark an und die Intensivbetten werden knapp.

Im Tarifkonflikt um die Bezahlung des öffentlichen Diensts der Länder weitet die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks im Gesundheitswesen aus. Mit den Streiks will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst der Länder erhöhen. 

Gestiegene Belastung in der Corona-Pandemie - Mitarbeiter-Streik an Klinken in München für bessere Bezahlung

Am Dienstag legen auch Klinik-Mitarbeiter in München die Arbeit nieder. Am Münchner Klinikum Rechts der Isar sei die Beteiligung hoch, es hätten sich mindestens 150 Mitarbeiter beteiligt, sagte ein Verdi-Sprecher am Dienstagmorgen. Auch an den Uni-Kliniken in Großhadern und in der Innenstadt sowie am Deutschen Herzzentrum kommt es zum Streik.

Die notwendige Versorgung der Patienten soll laut Verdi aber durch Notdienstvereinbarungen gewährleistet sein. Einzig für das Deutsche Herzzentrum gebe es keine entsprechende Vereinbarung.

Bei den Warnstreiks geht es nicht nur um die Bezahlung in den Kliniken, sondern um alle Tarifbeschäftigten der 16 Bundesländer. Verdi fordert eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen monatlich 300 Euro mehr erhalten.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat die Forderungen bislang zurückgewiesen. Dabei spielt auch eine Rolle, dass die Steuereinnahmen in der Corona-Pandemie eingebrochen sind und die Bundesländer ihre Verschuldung erhöht haben.

dpa/lby/verdi/jh

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