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Blutiger Streit zwischen Triebfahrzeugführer und Fahrgast am Ostbahnhof München ‒ Drei Männer zeigen Courage

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Von: Jonas Hönle

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Die Polizei am Ostbahnhof-
Die Bundespolizei rückte am Dienstag wegen einem blutigen Streit zwischen einem S-Bahn-Triebfahrzeugführer und einem Fahrgast zum Ostbahnhof aus. (Symbolbild) © Bundespolizei

Drei Männer schritten mutig bei einem körperlichen Streit zwischen einem S-Bahn-Triebfahrzeugführer und einem Fahrgast am Ostbahnhof München ein und fixierten den Angreifer.

Ein Streit zwischen einem Triebfahrzeugführer und einem Fahrgast am Ostbahnhof München endete blutig. Der 20-Jährige attackierte den DB-Bediensteten nach einer vorherigen Auseinandersetzung in der S-Bahn. Drei Männer schritten couragiert bei dem Gerangel am Bahnsteig ein und fixierten den Angreifer.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Blutiger Streit zwischen S-Bahn-Triebfahrzeugführer und Fahrgast am Ostbahnhof München

Laut Bericht der Bundespolizei wurden den Einsatzkräfte am Dienstagmorgen ein Streit am Bahnsteig 1 des Münchner Ostbahnhofs gemeldet. Die ausgerückten Beamten fanden vor Ort einen 20-Jährigen aus der Ludwigsvorstadt vor, der von zwei Männern fixiert und der Streife übergeben wurde.

Erste Ermittlungen ergaben, dass die Auseinandersetzung bereits in einer S-Bahn begann und sich auf den Bahnsteig verlagerte.

Der Triebfahrzeugführer und der Fahrgast waren in Streit geraten, da die S-Bahn nicht mehr bestiegen bzw. verlassen werden sollte. Laut Polizei entwickelte sich ein Gerangel, bei dem beide zu Boden gingen. Dabei soll der Jüngere den DB-Bediensteten mehrmals mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen und auch auf ihn eingetreten haben, als er am Boden lag.

Drei couragierte Männer im Alter von 22 bis 33 Jahren eilten daraufhin zu Hilfe und trennten die beiden. Zwei hielten den 20-jährigen Fahrgast fest, der dritte half dem Triebfahrzeugführer.

Drei Männer zeigen Courage und helfen bei Streit am Ostbahnhof München

Der Fahrgast erlitt bei dem Streit einen kleinen Cut an der Augenbraue und blutete am Kinn. Der 61-jährige BD-Mitarbeiter hatte mehrere Schwellungen an der Stirn und einen kleinen Cut an der Nase. Beide Personen lehnten eine Behandlung durch den Rettungsdienst vor Ort ab. Der Triebfahrzeugführer brach seinen Dienst ab und wollte sich eigenständig zum Arzt begeben.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wird gegen den 20-Jährigen, der zwei Metallringe trug, wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der mit 1,76 Promille Alkoholisierte blieb auf freiem Fuß. Gegen den DB-Triebfahrzeugführer wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet.

Weitergehende Ermittlungen ergaben, dass der 20-Jährige bereits am selben Tag von einer Streife der Bundespolizei in einer S-Bahn am Ostbahnhof kontrolliert worden war. Nachdem die Polizei ihn dort schlafend vorfand und weckte, verließ er die S-Bahn und gab an, nach Hause gehen zu wollen.

Bundespolizei dankt couragierten Helfern

Die Münchner Bundespolizei bedankt sich bei den drei Männern (einem 22-Jährigen aus Garching, einem 30-jährigen aus Laatzen, Niedersachsen sowie einem 33-jährigen aus München), die couragiert eingriffen und damit eine weitere Eskalation der Auseinandersetzung unterbanden und damit, neben Verhinderung weitergehender Verletzungen des Triebfahrzeugführers auch zur Festnahme des 20-Jährigen beitrugen.

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