Erste Runde geht an Eigentümer

Streit um Neubau am Thalkirchner Bahnhof: Eigentümer gewinnt vor Gericht - Stadt legt Berufung ein

Der Eigentümer des ehemaligen Thalkirchner Bahnhof-Areals möchte dort bauen und ging deswegen vor Gericht.
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Der Eigentümer des ehemaligen Thalkirchner Bahnhof-Areals möchte dort bauen und ging deswegen vor Gericht.

Am ehemaligen Thalkirchner Bahnhofs soll wieder gebaut werden. Der Eigentümer ging deswegen vor Gericht. Lokalpolitiker sehen die Deutsche Bahn in der Pflicht.

Thalkirchen - Auf dem Gebiet um den ehemaligen Thalkirchner Bahnhof sollen neue Büros entstehen. Das Areal hatte vor 15 Jahren die Vivico, eine Gesellschaft der Deutschen Bahn (DB), entwickelt und weiterveräußert.

Der jetzige Eigentümer möchte nun wieder bauen. Der Bebauungsplan, der damals als Kompromiss Ergebnis der Verhandlungen war, sieht das aber nicht vor. Die LBK hatte den Antrag auf Vorbescheid daher abgelehnt. Der Eigentümer ging vor Gericht – und hat nun in erster Instanz gewonnen.

Der Bezirksausschuss sieht die Schuld dafür auch bei der DB. „Kompromisslösungen mit den Gesellschaften des DB-Konzerns scheinen nur eine sehr begrenzte Gültigkeit zu haben“, heißt es in einem Antrag der SPD-Fraktion.

Die DB müsse Sorge dafür tragen, dass vereinbarte Kompromisse auch von nachfolgenden Eigentümern eingehalten würden. Sowohl eine Anfrage der Redaktion bei der DB als auch beim aktuellen Eigentümer sowie dessen Anwalt blieben unbeantwortet.

Das Verwaltungsgericht erklärte den Bebauungsplan für unwirksam. Die LBK hätte den Vorbescheid erteilen müssen. Die Stadt hat Berufung beantragt. Ob der Streit in die nächste Runde geht, hat das Gericht noch nicht entschieden.

soph

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